Jahreswirtschaftsberichtet 2012 Bundesregierung erwartet Jobrekord

Die Bundesregierung erwartet 2012 neue Rekorde am Arbeitsmarkt. Trotz Euro-Krise sollen über 200.000 neue Jobs entstehen
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Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) Quelle: dapd

Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Philipp Rösler (FDP)

(Foto: dapd)

Die Bundesregierung erwartet in diesem Jahr erneut einen Beschäftigungsrekord. Das geht aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2012 hervor, den Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) morgen veröffentlicht. „Insgesamt rechnet die Bundesregierung mit einer weiteren Zunahme der Erwerbstätigkeit um rund 220 000 Personen“, heißt in dem Bericht mit dem Titel "Vertrauen schaffen – Chancen eröffnen – mit Europa stetig wachsen", der dem Handelsblatt vollständig (Dienstagausgabe) vorliegt. Die Arbeitslosenquote werde von 7,1 auf 6,8 Prozent sinken.In einigen Regionen herrsche bereits Vollbeschäftigung.

Im Jahresdurchschnitt rechnet die Bundesregierung mit eine Zuwachsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von rund 0,75 Prozent. Laut dem Jahreswirtschaftsbericht werde 2012 zunächst „eine temporäre konjunkturelle Schwächephase, jedoch keine Rezession“ eintreten. „Im weiteren Jahresverlauf wird die deutsche Wirtschaft wieder zu einem höheren Wachstum zurückfinden“, heißt es in dem Bericht.

Die Jahresprojektion der Bundesregierung beruht auf der zentralen Annahme, dass im Laufe dieses Jahres die Lösung der Schuldenkrise in Europa weiter vorankommt und sich die Verunsicherung an den Märkten allmählich auflöst. „Eine Verschärfung der Krise stellt zweifellos das Hauptrisiko für die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2012 dar“. Andererseits liege in einer zügigen Lösung der Schuldenkrise fraglos auch eine Chance für eine günstigere Entwicklung, heißt es in dem Bericht.

Die Bundesregierung geht davon aus, in den nächsten Jahren das 3-Prozent-Maastricht-Kriterium sicher zu erfüllen. „Mit dem Bundeshaushalt 2012 und dem Finanzplan bis zum Jahr 2015 unterschreitet die Bundesregierung die gemäß Schuldenregel maximal zulässige Nettokreditaufnahme in allen Jahren deutlich“, heißt in dem Bericht. Trotz zusätzlicher Haushaltsbelastungen die Bundesregierung die Konsolidierung entschlossen fortsetzen.

 


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9 Kommentare zu "Jahreswirtschaftsberichtet 2012: Bundesregierung erwartet Jobrekord"

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  • Ich habs hier auch schon oft gesagt. Auch im Zusammenhang mit dem Wulff-Thema: "Darf ein Politiker den Medien vorschreiben, was sie sagen und was sie nicht sagen dürfen?" schaut euch alle mal um. Die Medien sind alle politisch unterwandert. Die Maschinerie der öffentlichen Meinungsmache läuft tagtäglich. Und sie funktioniert nur, weil sich alle gern berieseln lassen. Ich habe z.B. meine Westfalenpost abbestellt, weil ich die politisch gehorsamen Artikel nicht mehr ertragen konnte. Wenn ich Nachrichten im Fersehen sehe, dann wundere ich mich nicht darüber, dass das Staatsfernsehen von ARD u. ZDF regierungstreue Botschaften vermittelt. Ich wundere mich nur darüber, dass selbst die Privaten sich dieser politisch gewollten Meinungsmache anschließen. Es ist ein Trauerspiel, dass soviele Menschen keinen Durchblick mehr haben.

  • ...ff...(3)

    Die Sportschau zeigte und kommentierte im Mai 2003 sogar wohlwollend und auf Inititative von Ulli Hoeneß ein über den Fußballrasen fliegendes Sportflugzeug mit dem Banner: „Ohne Reformen steigt Deutschland ab“ vor Millionen von Fernsehzuschauern. Überhaupt schafft der IW regelmäßig, ihre Vertreter und Aktionen zur besten Sendezeit, getarnt als scheinbar neutrale Wissenschafter oder unabhängige Politikern, auf die Mattscheibe zu bannen, um die üblichen neoliberalen Parolen auf die Mattscheibe zu bannen: Reformen, Reformstau, Reformrückstand.

    Besonders beliebt sind die klassischen Talkrunden, in denen Abgesandte des Lobbyvereines regelmäßig eingeladen werden, um als scheinbare unbelastete Fachleute oder Politker in Diskussionen Gelegenheit erhalten, ihre Parolen unter das Volk zu bringen.

  • ...ff...

    Zwei Jahre später benutzt ihn die CSU im Wahlkampf, heute nutzen sie ihn alle – von der Kanzlerin Angela Merkel über Guido Westerwelle über Jürgen Rüttgers über Edmund Stoiber bis...

    Dieser Spruch hat den Begriff „sozial“ verändert und in sofern hat die Inititative geschafft, eine Debatte zu beherrschen. In einer Medienrepublik können sie eigentlich gar kein höheres Ziel erreichen, als das sie eine Debatte beherrschen, ein Begriff neu zu besetzen, der so zentral ist für die Gesellschaft wie „sozial“.

    Die Inititative bestimmt die Themen. Auch, weil Journalisten oft zu wenig recherchieren, auch weil sie oft gar nicht wissen wollen, wer sich hinter Kampagnen und Köpfen verbirgt.

    Sogar die ARD-Vorabend-Soap „Marienhof“ ist nicht sicher vor den neoliberalen Parolen dieser Organisation: Für 58.000 Euro an die Fernsehmacher wurden in sieben Folgen geschickt neoliberale Propaganda-Parolen in den Sprechtext der Schauspieler eingebunden.

    Doch die Unterwanderung unserer Meinung geht weiter: Zeitungen wie die Wirtschaftswoche (WiWo) drucken – ohne Erklärung der Hintergründe – Texte des IW/INSM („Reformbarometer“), der Focus und Financial Times kooperieren, die Welt engagieren den INSM sogar als Co-Autoren – das widerspricht allen journalistischen Grundwerten.

    Der INSM kürt gemeinsam mit der FAZ den „Reformer des Jahres“. Indem das IW etwa Preisverleihungen an reformfreudige Politikern im Sinne des INSM initiiert, werden Aktionen des neolilberalen Lobbyverbandes durch Politik und unkritische Presse als Kompetenznachweis an die Öffenrtlichkeit weitergegeben. Dabei fungierte Bundeskanzlerin Angela Merkel - bei ähnlichen Gelegenheiten auch Karl-Theodor zu Guttenberg - auch schon mal höchstpersönlich als Laudatoren.

    ...ff...

  • "Sozial ist, was Arbeit schafft"

    ...der Lohn spielt dabei keine Rolle mehr. Und so hält sich heute jedes Unternehmen, jeder Verband, jede Organisation Hartz-IV-Sklaven, die unter unwürdigsten Beschäftigungsbedingungen zu selbstlosen Arbeiten gezwungen werden - von denen die Masse und ihr Binnenmarkt nachgewiesener Maßen nicht profitiert (außer die Flaschensammler-Industrie). Im Gegenteil: Diese Politik stifttet immer mehr Armut in unserer Gesellschaft.

    Es ist leider erfolgreich in die Köpfe der Menschen gesickert:
    Apropos "sozial ist, was Arbeit schafft":

    Dieser Slogan wurde von der mit vielen Millionen aus der Industrie gepimpte Lobby-Inititative "Inititative Neue Soziale Marktwirtschaft" im Jahre 2000 erfunden.

    Es ist sehr geschickt von der Inititative, dass sie neben Stammtisch-Politiker wie Friedrich Merz oder Oswald Metzger (CDU/bis 2008 Grüner!), Silvana Koch-Mehrin (FDP) zahlreiche Wirtschaftswissenschaftler als Botschafter, scheinbar neutrale, unabhänige Botschafter auftreten lässt (Slogan: 250 Professoren - 10 Thesen - 1 Meinung). Dabei wird überhaupt nicht deutlich, dass sie für die Initiative Interessen der Arbeitgeber vertreten. Es wirkt so, Wissenschaftler sind neutral, tatsächlich treten sie hier auf in der Rolle als PR-Agenten.

    Die Initiattive hat ein sehr ehrgeiziges Ziel und dies ist, dass Millionen von Deutschen morgen anders denken sollen als heute. Sie sollen es gut finden und als Zuwachs von Freiheit und möglichst auch Wohlstand, wenn sie selbst für Gesundheit, Pflege und Rente vorsorgen, und wenn sie das nicht so sehen können, dann sollen sie zumindest diesen Weg als unvermeidlich anerkennen. Und das ist ein sehr ergeiziges Ziel, das schafft kaum eine Partei.

    Die Beinflussung der Medien reicht der Initiative schon lange nicht mehr – sie will in die Parteiprogramme. Erster Erfolg: Im Jahr 2000 erfindet sie den Spruch: „Sozial ist, was Arbeit schafft“. ...ff

  • Im WW2 gab es auch einen Jobrekord. Damals haben die Zwangsarbeiter die Konzernbosse reich gemacht. Heute sind es die Leiharbeiter.

  • Nur Billigjobs zu schaffen ist keine Lösung. Ingenieure und Informatiker, die sich mit ihrer Anstellung keine Familie leisten können, sind nur in Deutschland und der EU möglich. Umverteilung von unten nach oben ist die Leistung unserer hochqualifizierten Politiker. In der Politik ist man schon eine Fachfrau oder Fachmann, wenn man Politik buchstabieren kann.

  • Immer diese Ignoranten und Dummschwätzer. Es geht den Deutschen richtig gut. Aber es muss ja auch immer Menschen geben, die rumnörgeln und alles schlecht finden.

    Leider sind es genau die Leute, die alles vom Staat haben wollen und selber so wenig wie möglich der Gesellschaft geben. Warum gehen Sie nicht in ein anderes Land? Menschen wie Sie braucht man eh nicht.

  • Deutschland braucht mindestens fünf Millionen neue Jobs. Dann ist es so wie damals, wo ich drei Bewerbungen geschrieben habe und mir von diesen noch eine Stelle aussuchen konnte.

    Außerdem, ich glaube noch nicht mal an die zweihunderttausend neuen die nicht der Rede- oder gar einen Artikel wert sind.

    Das muss und wird hoffentlich auch bald alles die Rinne runter gehen hier in D. damit neu gestartet werden kann. Erst dann erwarte ich wieder das die Menschenwürde eingehalten- und ein großteil vom Volk nicht mehr ausgeplündert wird.

  • Jaja und Hitler samt Göbbels laberten was vom Endsieg. Jobrekord... ich lach mich krank! Rekord bei der Lohnversklavung vielleicht und im Leute abzocken und betrügen aber mehr passiert hier nicht. Dieser Regierung und ihrer Propaganda wird 100% irgendwann der gar ausgemacht wenn die Leute beginnen selbständig wieder nachzudenken. Anders kann man sich gegen diesen Wahnsinn nicht mehr zur wehr setzen.

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