Jens Weidmann EZB hat künftige Geldpolitik noch nicht festgelegt

Ist eine weitere Zinssenkung der EZB im Juni ausgemachte Sache? Nein, sagt das Ratsmitglied Jens Weidmann: „Noch ist unklar, ob wir überhaupt handeln müssen.“ Doch offenbar erwägt die EZB einen negativen Einlagesatz.
Update: 21.05.2014 - 19:12 Uhr 6 Kommentare
Der Präsident der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann spricht sich gegen ein Wechselkurs-Ziel aus. Dies würde eine unabhängige Geldpolitik untergraben. Quelle: dpa

Der Präsident der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann spricht sich gegen ein Wechselkurs-Ziel aus. Dies würde eine unabhängige Geldpolitik untergraben.

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FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) hat nach Worten von Ratsmitglied Jens Weidmann noch keine Entscheidung über die künftige Geldpolitik gefällt. „Noch ist unklar, ob wir überhaupt handeln müssen“, sagte der Bundesbank-Chef der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) mit Blick auf die nächste geldpolitische Sitzung Anfang Juni. Weidmann sprach sich grundsätzlich dafür aus, Geldpolitik vor allem über die Zinspolitik anstatt mit sogenannten unkonventionellen Maßnahmen zu betreiben. So könne ein Strafzins für Banken-Einlagen „unter anderem den Geldmarkt zwischen den Banken beleben und damit auch die Kreditvergabe an Unternehmen anregen“, erklärte Weidmann. Unter Berufung auf EZB-Kreise berichtete die Zeitung, die Notenbank erwäge die Einführung eines negativen Einlagensatzes von 0,1 Prozent.

Auf die Frage, ob er selber für die Einführung eines Strafzinses ist, antwortete Weidmann: „Die Zinspolitik ist Kern unseres geldpolitischen Instrumentariums. Wenn es am Ende nötig sein sollte zu handeln, fällt der Blick des Notenbankers sicher als erstes hierauf.“ Der Ausgang der kommenden Ratssitzung sei jedoch noch offen. „Noch ist nichts beschlossen. Der EZB-Rat wird Anfang Juni die neuen Daten gründlich analysieren und dann entscheiden.“ Gleichzeitig stellte Weidmann klar, dass er in der Euro-Zone keinen Preisrückgang auf breiter Front erwartet. „Es gibt keine Hinweise, dass sich der Euro-Raum in einer deflationären Abwärtsspirale befindet.“

Zur wachsenden Zuversicht an den Börsen und Rentenmärkten sagte Weidmann: „Sicherlich sind die Finanzmärkte derzeit von einem gewissen Überschwang und von einer Suche nach Rendite getrieben und insofern anfällig für Rückschläge.“ Weidmann sprach sich zudem gegen ein Wechselkurs-Ziel aus. Dies würde eine unabhängige Geldpolitik untergraben.

  • rtr
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6 Kommentare zu "Jens Weidmann: EZB hat künftige Geldpolitik noch nicht festgelegt"

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  • Draghi macht Politik für den Club Med.Und Weidmann tut so,als hätte er noch was zu sagen, im "Eliteclub",dabei sitzt "Good Old Germany" schon lange am Katzentisch der "Währungshüter".

  • Ach ist das nett ein Sprecher der EZB verkündet Draghi habe sich noch nicht festgelegt. Target2 gibt/gab es nicht und das DE Gold lagert sicher bei der FED. Die Unabhängigkeit der Bundesbank war und ist eine Schimäre.

  • Eine noch expansivere Geldpolitik würde am Verhältnis der unterschiedlichen Wettbewerbsfähigkeit zwischen den Euro-Mitgliedstaaten nichts ändern. Das Geld aus der EZB-Notenpresse würde nur dort zu einer wirtschaftlichen Belebung führen wo es auf fruchtbaren Boden fällt. Dadurch würden die starken Länder der Eurozone noch stärker. Die Krisenländer hätten nicht viel davon. Solide wirtschaftende Haushalte würden bestraft, während Schulden machen belohnt wird.

  • Herr Weidmann!
    "Die EZB verstößt gegen geltendes EU-Recht. Laut Artikel 123 ist eine Finanzierung des Staatshaushaltes durch die gemeinsame Zentralbank, die über den Umweg der Anleihenkäufe der EZB seit Mai 210 faktisch praktiziert wird verboten. Die EZB missachtet jedoch das Verbot der Staatsfinanzierung. Quelle S 250 "Der größte Raubzug der Geschichte."
    Doch zum dem Satz: das Geld auf dem Konto zu lassen, folgende Anmerkung:
    Die dem Buch "Der größte Raubzug der Geschichte" Seite 312 Urteil Landgericht Berlin Aktenzeichen 10 O 360/09: "Das Urteil schwächt die Rechte der Kunden auf Schadenersatz aus dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken immens. Die Richter wiesen eine Klage mit der Begründung ab, es bestehe für Bankkunden grundsätzlich kein Rechtsanspruch auf Leistungen aus dem Einlagensicherungsfonds."

    Seite 250, EZB- eine Zentralbank die nicht mehr unabhängig ist."Unglaublicherweise akzeptiert die EZB seit Mai 2010 griechische Staatsanleihen als "Sicherheit" - Papiere, die von Ratingagenturen als "Ramsch" bewertet werden. ... Seit Mai 2010 existiert somit ein Freifahrtschein der EZB für alle Defizitsünder. ... Somit druckt die EZB faktisch Geld ... "

    Alles Wahnsinn. Ausverkauf der Staaten hat Draghi vor und sonst nichts! Bei Goldman-Sachs hat er ja gelernt wie das geht, nur von den regierenden merkt keiner was oder will es nicht wissen, warum wohl?
    Am 25.5. AfD wählen und alles auf der website www. alternativefuer.de lesen.

  • Eigentumsschutz von BGH aufgehoben
    Aus: „Gebt uns unsere D-Mark zurück!“ Prof. Dr. Schachtschneider
    Seite 32 „Besonders betrüblich ist, dass das Gericht (BGH) das Grundrecht auf Stabilität aus der Eigentumsgewährleistung des Art. 14 Abs. 1 GG wiederum – wie schon im
    Euro-Prozess 1998 – nicht anerkannt hat. Das nimmt den Bürgern, den reichen wie den armen, entgegen dem Fundamentalprinzip des Eigentums des Eigentumsschutz, so den an dem Wert der Renten, der Pensionen, der Transferleistungen, aber auch an den Vermögen, an Sparguthaben usw. Das Gericht geht so weit, den Deutschen Belastungen zuzumuten, wie sie jetzt die Griechen (nur zugunsten der Finanzwirtschaft) erleiden müssen, jede Art von Kürzungen der Einkommen und Staatsleistungen sowie Steuererhöhungen, solange die Gewährleistungen Deutschlands noch refinanzierbar sind …
    S 34 weiter: „ Die Bürger werden weiter als Untertanen behandelt, die sich jede noch so verheerende Politik der politischen Klasse, zu der auch die Richter dieses Gerichts gehören, gefallen lassen müssen.
    Lesen Sie mehr bei www.alternativefuer.de und wählen Sie AfD

  • Ein Geheimbund von Spitzeln zur Überwachung unzufriedener Europäer
    Aus: „Gebt uns unsere D-Mark zurück!“ von Dr. Udo Ulfkotte S 107
    „Nicht einmal die mit der Kontrolle der Geheimdienste befassten deutschen Abgeordneten wussten bis zum März 2012, dass es schon seit mehreren Jahren einen europäischen Geheimbund von Spitzeln gibt, dessen Ziel vor allem EU-Gegner und Euro-Kritiker sind. Der Gruppierung namens European Cooperation Group on Undercover Activities (ECG) gehören nicht nur Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden aus EU-Staaten an. Auch Albanien, Kroatien, Mazedonien, Norwegen, Russland, die Schweiz, Serbien, die Türkei und die Ukraine sitzen mit am Tisch, wenn es um die Bekämpfung von „politisch motivierter Kriminalität“ mit EU-Bezug geht“ …“
    S 108 …“ dem noch weitaus geheimnisvolleren Arbeitskreis mit der Bezeichnung International Working Group on Police Undercover Activities (IWG) vor allem um den Austausch neuester Entwicklungen auf dem Gebiet der Überwachungstechnologie. Neben Vertretern und EU-Staaten sind auch solche aus Australien, Kanada, Israel, Neuseeland, Südafrika und den Verneigten Staaten in dem Gremium vertreten …“ Um die grenzüberschreitenden Aktivitäten zu vereinfachen, wurde ein International Businness Secretariat (IBS) gegründet, das beispielweise falsche Pässe ausstellt. … also die Schaffung von „Tarnidentitäten zu Einsatzzwecken“. S 111 Die geheime EU-Eingreiftruppe für die Niederschlagung von Aufständen: S 111 „Im italienischen Vincenza sitzt der Führungsstab einer geheimen, 3000 Mann starken europäischen Sondereingreiftruppe namens „EUROGENDFOR2: Ihre Aufgabe ist es, als Polizeitruppe Aufstände niederzuschlagen. EUROGENDFOR ist nichts anderes als eine paramilitärische Gendarmerie, die im Krisenfalle mitten in Europa anstelle von regulären Militärs eingesetzt wird, um den Eindruck abzuwenden, die Armee eines Landes schieße auf die eigenen Bürger. … Der Moloch EU setzt damit nationales Recht auch bei der Aufstandsbekämpfung außer Kraft

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