Kommentar zum Ifo-Index Boom mit Nebenwirkungen

Wer geglaubt hat, nach dem super Jahresstart sei das beste schon vorbei, der hat sich getäuscht: Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer ist nicht gesunken, sondern stabil geblieben. Kann das auf Dauer gut gehen?
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DüsseldorfDie bislang schon gute Geschäftslage wird von den Unternehmen laut neuem Ifo-Index nochmals als besser eingestuft. Ihre Erwartungen hinsichtlich der Geschäfte im kommenden halben Jahr sind zwar erneut etwas gedämpfter, aber weiterhin positiv. Dauert der Superboom an, dürfte es vor allem auf dem Arbeitsmarkt  bald zu echter Knappheit kommen. Schon heute klagt jedes Dritte Unternehmen über Fachkräftemangel. Und wenn ein Gut knapp ist, steigen in der Marktwirtschaft die Preise.

Deutliche Lohnerhöhungen in Deutschland würden  einerseits  den Konsum anheizen und damit den Aufschwung weiter befeuern. Außerdem würden die Defizite in den öffentlichen Etats rapide sinken, sodass die Politik wohl kaum der Versuchung widerstehen könnte, vor der Wahl 2013 Geschenke an die Bürger zu verteilen: Konjunkturellen Mehreinnahmen stünden dann strukturelle Zusatzausgaben oder Mindereinnahmen gegenüber. Das strukturelle Defizit würde steigen und die jetzt mögliche Genesung der Staatsfinanzen wieder einmal auf den Sankt Nimmerleinstag vertagt.

Angesichts des XXL-Booms steigt gleichzeitig aber auch  die Gefahr, dass es zu  einer Überhitzung der Konjunktur: Hohe Lohnsteigerungen, kräftige Preiserhöhungen, Inflation, Immobilienboom und rasanter Zinsanstieg sind die Zutaten, aus denen eine Blase entstehen könnte. Und allen Blasen haben eins gemeinsam: irgendwann platzen sie.

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  • Das Durchschnittseinkommen (Selbständige und Arbeitnehmer) in der Schweiz liegt derzeit bei ca. 8000 Sfr./Monat, da besteht kein Grund zu großen Sorgen beim Billiglohn-Technologiestandort Deutschland.

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