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Konjunktur-Alarm IWF senkt Deutschland-Prognose

Der IWF sieht wegen der Schuldenkrise in Griechenland den Aufschwung in den anderen Eurostaaten bedroht. Zugleich widersprach der Internationale Währungsfonds den positiven Konjunkturprognosen der Bundesregierung: Statt in den Lobgesang auf die deutsche Wirtschaft einzustimmen, senkte der Fonds die Prognose für 2010 sogar noch ab.
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IWF-Chef Strauss-Kahn: Pessimistischer Ausblick für Deutschland. Quelle: dpa

IWF-Chef Strauss-Kahn: Pessimistischer Ausblick für Deutschland.

(Foto: dpa)

HB WASHINGTON/BERLIN. Die anhaltende Sorge an den Finanzmärkten über die Zahlungsfähigkeit Griechenlands „könnte in eine ausgewachsene staatliche Schuldenkrise münden und zu einer Ansteckung führen“, schrieb der Internationale Währungsfonds (IWF) am Mittwoch in seinem Weltwirtschaftsausblick. Die Konjunkturaussichten für die 16 Euro-Länder seien daher unsicher. Für die Euro-Zone erwartet der IWF 2010 deshalb unverändert ein Wachstum von lediglich 1,0 Prozent. Seine Prognose für die Weltwirtschaft hob er dagegen von 3,9 auf 4,3 Prozent an.

Der IWF begrüßte die Einigung der Euro-Länder auf Nothilfen für Griechenland. Dies sei ein „willkommener und wichtiger Schritt“, damit die Probleme nicht zu Instabilität führten. Der IWF hat selbst ein Team nach Athen geschickt, um über die Bedingungen für Finanzhilfen zu verhandeln, an denen er sich beteiligen soll.

Die Finanzminister der Euro-Zone hatten sich darauf verständigt, Griechenland bei Bedarf im ersten Jahr eines auf drei Jahre angelegten Hilfsprogramms bis zu 30 Mrd. Euro zur Verfügung zu stellen. Weitere bis zu 15 Mrd. Euro könnte der IWF beisteuern.

Während die Welt aus dem tiefen Konjunkturtal noch flinker als erwartet klettert, geht es in Deutschland hingegen nur mit gedrosseltem Tempo voran. Der Internationale Währungsfonds IWF korrigierte seine diesjährige Wachstumsprognose für Deutschland leicht um 0,3 Punkte auf 1,2 Prozent nach unten, heißt es im jüngsten Weltwirtschaftsausblick.

Dass die Erholung in Deutschland lediglich moderat ausfällt, hat laut IWF mehrere Gründe: Die Auslandsnachfrage setzt dem Exportwachstum Grenzen, Überkapazitäten und knappe Kredite beschränken Investitionen, hohe Arbeitslosigkeit dämpft die Konsumfreude. Für kommendes Jahr rechnet der IWF auch noch mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote in Deutschland auf 9,3 Prozent. Laut Bundesagentur für Arbeit lag sie im März bei 8,5 Prozent.

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1 Kommentar zu "Konjunktur-Alarm: IWF senkt Deutschland-Prognose"

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  • ich hoffe ja, daß es auch hier so kommt: Sparkommissare diktieren dann den schwarzgelben Schuldenmachern, was zu tun ist. wird es nicht gemacht, gibt es keinen Cent kredit mehr. in einer solchen Lage würde ich Schwarzgelb gerne sehen, und, wer weiß, vielleicht ist es schneller soweit, als man denkt.

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