Konjunktur Japan schwächelt bei der Leistungsbilanz

Nach den Naturkatastrophen des Frühjahrs hat niemand erwartet, dass der Leistungsbilanzüberschuss Japans mit dem Vorjahr vergleichbar wäre. Für Überraschung sorgt dennoch das Ausmaß des Absturzes.
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Einer der Reaktoren von Fukushima - die Atomkrise ist für Japan längst nicht ausgestanden. Quelle: dapd

Einer der Reaktoren von Fukushima - die Atomkrise ist für Japan längst nicht ausgestanden.

(Foto: dapd)

TokioJapans Leistungsbilanz-Überschuss ist im August um 64,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gefallen. Wie aus den am Dienstag vom japanischen Finanzministerium veröffentlichten Zahlen hervorgeht, lag der Überschuss in dem Monat bei 407,5 Milliarden Yen.

Analysten hatten zwar ebenfalls mit einem Rückgang gerechnet, aber nicht so stark: Sie prognostizierten den Leistungsbilanz-Überschuss im August auf 443,8 Milliarden Yen.

Ursache des Rückgangs sind vor allem zwei Entwicklungen: Erstens konnte Japan wegen der Abkühlung der Weltwirtschaft weniger Umsatz mit Exporten machen, zweitens stiegen nach dem schweren Erdbeben und Tsunami im März die Importe, vor allem im Energiesektor.

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