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Konjunkturdaten Euro-Zone fällt im globalen Wettbewerb zurück

Während sich die USA über gute Wirtschaftsdaten freuen, sieht es für die Euroländer nicht gut aus. Im internationalen Wettbewerbsranking fallen sie ab. Glorreiche Ausnahme ist einmal mehr Deutschland.
30.05.2013 - 19:35 Uhr 21 Kommentare
Wirtschaftlich ist Deutschland die rühmliche Ausnahme innerhalb der Euro-Zone. Quelle: dapd

Wirtschaftlich ist Deutschland die rühmliche Ausnahme innerhalb der Euro-Zone.

(Foto: dapd)

Lausanne/Washington Die USA hat ihre Vormachtstellung in der Wirtschaft als wettbewerbsfähigstes Land der Erde zurückerobert. Deutschland behauptet sich gut im globalen Konkurrenzkampf und kann in dem am Donnerstag zum 25. Mal veröffentlichten Jahresranking des angesehenen Schweizer Wirtschaftsinstituts IMD seinen neunten Rang verteidigen. Aber die Bundesrepublik ist die rühmliche Ausnahme in der Euro-Zone. Die Studie könnte der Debatte über die EU-Sparpolitik neuen Auftrieb geben.

Auch neueste Wirtschaftsdaten lassen die USA in einem guten Licht erscheinen. Stark ansteigende Konsumausgaben haben das Bruttoinlandsprodukt der weltgrößten Volkswirtschaft im ersten Quartal 2013 aufs Jahr hochgerechnet um 2,4 Prozent wachsen lassen, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Steigende Aktienkurse und Häuserpreise sowie die bessere Lage auf dem Arbeitsmarkt haben die Stimmung der Verbraucher deutlich verbessert.

Mit seinem neunten Platz ist Deutschland weiterhin die einzige Euro-Volkswirtschaft unter den Top Ten der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt. Als wichtige Erfolgsrezepte Deutschlands nennt das IMD neben einer eisernen Fiskaldisziplin die solide Exportwirtschaft und die Stärke gesunder mittelständischer Unternehmen. Neun andere Länder der Eurozone haben sichtbar mit der Schuldenkrise zu kämpfen und sacken im Vergleich der 60 wichtigsten Volkswirtschaften teils besorgniserregend ab.

Das betrifft nicht nur südeuropäische Krisenstaaten wie Spanien, das im Vergleich zu 2011 sechs Plätze einbüßte und nun auf dem 45. Rang eingestuft wurde. Die Niederlande rutschten gemessen an den 333 Kriterien des „World Competitiveness Rankings“ der Lausanner Hochschule vom 11. auf den 14. Platz ab; Finnland von Rang 17 auf 20.

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    Deutlich besser stehen europäische Länder da, die weiterhin ihre nationale Währung haben: Die Schweiz stieg vom bisher 3. auf den 2. Platz, Schweden verbesserte sich vom 5. auf den 4. Rang, Norwegen vom 8. auf den 6. und Dänemark vom 13. auf den 12. Platz.

    „Während die Entwicklung in der Eurozone nach wie vor stagniert, haben die eindrucksvolle Rückkehr der USA an die Spitze der Rankings und ermutigende Nachrichten aus Japan die Debatte um die Sparpolitik neu belebt“, erklärte Stéphane Garelli, Direktor des IMD World Competitiveness Center (WCC), bei der Vorstellung der Studie zur Wettbewerbsfähigkeit.

    Sparpolitik hat die Probleme verschärft
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    21 Kommentare zu "Konjunkturdaten: Euro-Zone fällt im globalen Wettbewerb zurück"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Hantasilf
      Wir müssen uns dann nur um unsere eigene Währung/Währungsverbund kümmern, und nicht auch noch um die schlechten Wettbewerbsbedingungen der Troika-Länder. Vor allem brächten wir nicht mehr ständig irgendwelche Sparmaßnahmen einfordern, die nur zu Unfrieden führen.

      Sie prangern ständig an.
      Ich habe gestern schon nach Ihren Vorschlägen und konkreten Wegen gefragt.

      Und?

    • Zitat : Euro-Zone fällt im globalen Wettbewerb zurück

      - und wenn die Eurozone sich nicht auflösen sollte, wird diese noch verslammt !

      Oder glaubt jemand an Märchen, dass die Südländer die steigende Arbeitslosigkeit und sinkende Produktivität mit dem € stoppen können ?

      Deutschland atmet nur noch dank seiner Autoexporte nach China....sobald VW und Konsorten dort die Fabriken errichtet haben ( in 2-3 Jahren ) beginnt auch bei uns der totale Abwärtstrend.

      Deutschland wird seit Jahren nicht mehr regiert ( geführt ), sondern verwaltet, und durch die Misere der Südländer in seiner Entwicklung abgebremst !

      Diesen Trend kann man nur stoppen, in dem man die EUtopia auflöst !

    • 60 Prozent dieser so bezeichneten EURO-Zone sollen ja bis 2030 wie Indonesien und Slums werden. Einmal muss es ja anfangen!

    • Also was machen jetzt die anderen Länder konkret, wenn wir in Massen D-Mark verkaufen?

    • Tja, aber hätten wir die D-Mark und die anderen wie USA, Japan, Spanien, Griechenland... fluten, dann müssen wir uns gegen Zahlungsströme aus dem Ausland wehren und zwar mit:

      1) Geld drucken
      2) Ausländische Aktien/Anleihen kaufen/verkaufen
      3) Diese Papiele in den Bilanzen halten und wegen der schlechten Bonität der Herausgeber zahlungsausfälle einkalkulieren,

      Ist das nicht genau das, was die AfD eigentlich vehement ablehnt;)

    • Hantasilf

      Aus Ihren Aussagen schließe ich, dass Sie noch sehr jung sind.

      Währungsschwankungen gab es schon immer und alle Staaten versuchten die eigene Währung stabil zu halten.

      Heute haben wir eine andere Situation!
      Notenbanken fluten, um Wettbewerbsvorteile zu sichern, oder wie im Fall der EU, zu überleben. Das kann auf Dauer nur nicht gut gehen und hat mit einer stabilen, werteorientierten Währung nichts mehr zu tun.

      Nur aus diesem Grund muss auch die Schweiz „fluten“, bzw. gegensteuern.
      Ergo – Ursache und Wirkung

    • @ Hantasilf

      Wie reagieren denn die Länder, deren "Exportwährung" wir nach oben drücken ?

      Denken Sie nicht nur an die anderen, denken Sie auch mal an sich selbst!

      Was interessiert uns denn was der Ami so denkt. China macht das jetzt mehr als 10 Jahre lang so und alle "Betroffenen" jammern nur rum. Aber Geld für Kriege in Irak, Afghanistan und Syrien bleiben da immer noch über.

      George Soros hat es mal beschrieben, wie es in Wirklichkeit ist: Der Währungshandel wird durch die Zentralbanken täglich, im großen Umfang manipuliert.

      Schauen Sie mal was jetzt Japan mit seiner Währung macht. Eine Schweinere ohnegleichen. Man könnte es auch als Währungskrieg bezeichnen. Aber was machen die USA:

      Es passt denen in den Kram, also muss es gut sein.
      So denken sie dort.

      Und wir in Europa: "So passt es uns überhaupt nicht, also muss es gut sein."

      Was nicht passt, muss passend gemacht werden. Insbesondere sowas abstraktes und vom Menschen erschaffenen wie eine Währung bzw. Finanzsystem.

      Es kommt hier aber keine Bewegung in die Euro-Krise, weil die Banken den derzeitigen Zustand für alternativlos halten UND die EU-Bürokraten alles von Banken gekaufte Lemminge sind.

      Deswegen brauchen wir die AfD. Die AfD wird die CDU in die richtige Richtung bewegen, wenn wir denen dazu eine Chance geben. Denn der geschmierte Mövenpick-Verein wird
      uns mit Hilfe der Banken gegen die Wand fahren!


    • Die Schweiz *druckt* Geld um in den Währungshandel eingreifen zu können;)
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/schweizer-franken-die-hochriskante-wette-der-schweizer-notenbank-a-876739.html

    • Hantasilf, google hilft
      z.B. Bundesbank DM Stabilisierung
      oder DM Wechselkurs Stabilisierung
      oder aus der Geschichte vorm Euro lernen

      Sie brauchen dabei nicht ins Jahr 2003 vor Chr. zurück zu gehen. Fangen Sie mit der Währungsreform an.

    • Genau. Die Schweiz verkauft Schweizer Franken in Massen. Stellen wir uns mal vor, die etwas größere Bundesrepubublik greife in gleichem Maße (das ist natürlich im Umfang viel mehr als es die Schweiz tut) in den Währungshandel ein.
      Wie reagieren denn da die anderen Länder um mich herum, wenn ich meine Währung als Exportnation künstlich drücke?

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