Konjunkturdaten Italien rutscht noch tiefer in die Rezession

Trotz großer Reformbemühungen schlägt die wirtschaftlich schlechte Lage in Italien nun voll durch: Der Konsum geht merklich zurück, das Bruttoinlandsprodukt schrumpft. Und aktuelle Prognosen sind erschreckend düster.
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In Italien ist die Rezession noch tiefer als bislang befürchtet. Quelle: dpa

In Italien ist die Rezession noch tiefer als bislang befürchtet.

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RomDie Talfahrt der italienischen Wirtschaft ist noch steiler als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von April bis Juni um 0,8 Prozent und damit das vierte Quartal in Folge, teilte das Statistikamt Istat am Montag in Rom mit. Eine erste Schätzung hatte lediglich ein Minus von 0,7 Prozent ergeben. Im ersten Vierteljahr war die Wirtschaftsleistung ebenfalls um 0,8 Prozent gesunken.

Hauptgrund für die Rezession in der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone ist die Zurückhaltung der Unternehmen angesichts ungewisser Aussichten: Sie investierten 2,4 Prozent weniger. Die Verbraucher senkten ihre Konsumausgaben um 1,0 Prozent. Dagegen legten die Exporte um 0,2 Prozent zu, während die Importe um 0,4 Prozent zurückgingen.

Die Industriestaaten-Organisation OECD geht davon aus, dass Italiens Bruttoinlandsprodukt 2012 um 2,4 Prozent sinken wird. Das Minus würde damit doppelt so stark ausfallen wie von der Regierung vorhergesagt. Diese hat wegen der enormen Verschuldung harte Sparmaßnahmen verkündet, darunter die Anhebung der Mehrwertsteuer. Der Schuldenberg macht 120 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung aus.

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10 Kommentare zu "Konjunkturdaten: Italien rutscht noch tiefer in die Rezession"

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  • Eine Inflation von 20-25 % stellt für mich, leider, das Hoffnungsszenario dar (momentan haben wir, nach Einkaufspreisentwicklung, eine tatsächliche Inflation von 8-9%, nicht 2-3%. Viel mehr fürchte ich ein Abgleiten in eine Depression. 1929 kamen folgende Faktoren zusammen 1)eine Deregulierung der Finanzmärkte 2) ungleiche Einkommensverteilung 3) Eine Börse, die sich von der Realwirtschaft abgekoppelt hatte 4)Versager als Poltiker, die die Lage schöngeredet haben, anstatt Warnungen herauszugeben.Man wollte die Bevölkerung nicht beunruhigen. In der Folge waren Sachwerte nichts mehr wert (100$ will buy this car.Lost everything in the stock market), Geld war gefragt. Nur hat niemand mehr Geld ausgegeben, und die Krise hat sich mehr und mehr verschärft. Jeder hat gespart. Das Geld floss nicht mehr. Ich erinnere noch die Anrufe verzweifelter Lieferanten bei mir in 2008 sehr, sehr deutlich. Heute höre ich, dass Unilever kleinere Verpackungen anbietet, als Reaktion auf wachsende Armut in den Südländern.
    Am Ende wird auf jeden Fall eine Währungsreform stehen. Aber irgendwie geht´s schon weiter.

  • @Monty

    Ich kann da nur voellig zustimmen.

    Aber aus welcher Hoffnung auch immer, versucht man offensichtlich Staatsschulden durch Inflation zu beseitigen - dies gilt fuer viele Laender. Aber ich befuerchte fast, keine Inflation kann dies noch schaffen, ausser eine voellige Waehrungsreform. Die Laender haben nicht die falsche Waehrung, sie haben bloss die falschen Politiker. Leute, die mit dem Geld der Buerger umgehen, als gaebe es kein Morgen. Die Buerger muessen endlich verstehen, dass es IHR Geld ist, was hier fuer welche Zwecke auch immer gezielt inflationaer verbraucht wird.

  • tja. da nun die ezb ihre bazooka in stellung gebracht hat, kann man schnell mal so tun als würde es dem land dreckig gehen, um schnell noch mrd. in den rachen geworfen zu bekommen. ich denke, der esm wird dann noch ein übriges tun und länder wie frankreich und österreich in den rettungsschirm springen lassen. deutschland wird dann alleine dastehen, da finnland und die niederlande aus dem esm austreten aufgrund der wiener vertragskonvention. man könnte aber noch gegensteuern, wenn man selbst aus der eu austritt, auch wenns dann für deutschland erst einmal hart auf hart kommen würde (wegen exportindustriezusammenfall und massenarbeitslosigkeit) Aber dann haben wir wenigstens mal einen anfang, um wieder mal für uns selbst zu arbeiten und nicht für andere mit.

  • Sie haben natürlich recht, das gilt für mich als Privatperson genauso wie für Sie. Verstossen wir beide langfristig dagegen, rettet uns keiner. Das ist nicht schwer zu verstehen.
    Aber glauben Sie wirklich, dass die Staatsschulden, welche weltweit völlig ausser Kontrolle geraten sind, irgendwann jemals zurückbezahlt werden? Das Hauptproblem in Europa ist eine Währung, die für uns zu schwach, und für diese Länder zu stark ist, weil dort Wettbewerbsfähigkeit fehlt. Und die Auswirkungen auf der sozialen Ebene sind, für die Mehrheit der Bevölkerung, einfach dramatisch, und dass kann niemand in Abrede stellen. Statt aber einzugestehen, dass der Euro für diese Länder die falsche Währung ist, wird versucht, die Marktmechanismen (Zinsen) ausser Kraft zu setzen. 2008 haben wir die Banken gerettet, 2010 die starken Staaten die schwachen Staaten vor hohen Zinssätzen. Und 2012/2013? Wer rettet die starken Länder? Wer rettet Deutschland?

  • @Monty

    "Harte Sparmaßnahmen? Herzlichen Glückwunsch, das hat sich in Griechenland, Portugal und Spanien prima bewährt. Weiter so."

    Es geht nicht anders. Man kann langfristig einfach nicht mehr ausgeben, als man einnimmt. Ist dies so schwer zu verstehen?

  • Coming soon....Frankreich!!! Es ist nur noch zum totlachen...als würde man einen neuen Kinohit ansehen von dem man das Drehbuch bereits kennt, während der Regisseur ein anderes Ende erwartet als gedreht wurde :D

  • HURRA HURRA, ALEMANIA !!!

  • Harte Sparmaßnahmen? Herzlichen Glückwunsch, das hat sich in Griechenland, Portugal und Spanien prima bewährt. Weiter so.

    "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." A.Einstein.

  • einfach aus den T€uero austreten!!!!! Rettungsschirm vernichten sowie die ganzen banken

  • Wo ist das Problem? Einfach den Rettungsschirm aufspannen!

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