Konjunkturdaten Wirtschaft der Euro-Länder kommt in Schwung

Der Winter war mild und die Stimmung besser: Die Euro-Länder arbeiten sich aus der Krise heraus. Zum Jahresende ist die Wirtschaft überraschend stark gewachsen. Auch Sorgenkinder wie Italien oder Spanien trugen dazu bei.
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Die Euro-Skulptur leuchtet vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt: Die Wirtschaftsleistung im gemeinsamen Währungsgebiet wuchs stärker als erwartet. Quelle: dpa

Die Euro-Skulptur leuchtet vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt: Die Wirtschaftsleistung im gemeinsamen Währungsgebiet wuchs stärker als erwartet.

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LuxemburgDie Wirtschaft in den Euro-Ländern kommt allmählich in Schwung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im vierten Quartal 2013 gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg in einer ersten Schätzung mit. Die Wirtschaftsleistung im gemeinsamen Währungsgebiet wuchs stärker als erwartet, Volkswirte hatten mit einem geringeren Plus gerechnet. Damit verfestigt sich der Aufwärtstrend. Im dritten Quartal hatte die Wirtschaft in den Euro-Ländern erst ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent erreicht.

Wachstumslokomotive bleibt Deutschland, das zum Jahresende ein Plus von 0,4 Prozent meldete. Aber auch die anderen großen Volkswirtschaften im Euro-Raum legten zu: In Frankreich wuchs die Wirtschaft ebenso wie in Spanien um 0,3 Prozent, Italien meldete 0,1 Prozent. Damit haben die Länder in der Peripherie wieder zum Kern der Euro-Zone aufgeschlossen.

Ein Grund für die Entwicklung ist laut Volkswirten der Commerzbank der milde Winter. „Aber auch die unterliegende konjunkturelle Dynamik dürfte zugenommen haben“, schreibt die Commerzbank.

Trotz der Aufholjagd zum Schlussquartal schrumpfte die Wirtschaft aber im Gesamtjahr 2013. Die Euro-Länder meldeten ein Minus von 0,4 Prozent. In der EU insgesamt schaffte die Wirtschaft dagegen ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent.

Die guten Konjunkturdaten zerstreuen etwas die Sorgen vor einer Deflation. Dabei kommt bei anhaltend sinkenden Preise eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang, bei dem Verbraucher und Unternehmen in Erwartung weiter fallender Preise sich bei Käufen und Investitionen zurückhalten. Zuletzt hatte die niedrige Teuerungsrate von 0,7 Prozent im Januar im Euro-Raum wieder Warnungen vor Deflation ausgelöst. Volkswirte vermuteten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik weiter lockern müsse - das hat sich nun geändert. „Die heutigen Daten senken die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die EZB wie von uns prognostiziert auf ihrer Sitzung im März die Leitzinsen senkt“, schreibt die Commerzbank.

Im Jahresvergleich wuchs die Euro-Wirtschaft Eurostat zufolge im vierten Quartal um 0,5 Prozent. Den Wert für das dritte Quartal korrigierten die Statistiker leicht nach oben: Die Wirtschaftsleistung schrumpfte demnach nur um 0,3 (statt 0,4) Prozent.

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