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Konjunkturschock Deutschlands Wachstum bricht ein

Für Deutschlands Konjunktur sieht es düster aus: Der IWF senkt den Wirtschaftsausblick deutlich. Das Wachstum in der Bundesrepublik hinkt deutlich hinterher. Deutschland sollte dringend mehr investieren, so der Rat.
07.10.2014 - 15:32 Uhr 35 Kommentare
Für Deutschlands Wachstum sieht es düster aus: Der IWF senkt seine Prognose. Quelle: dpa

Für Deutschlands Wachstum sieht es düster aus: Der IWF senkt seine Prognose.

(Foto: dpa)

Washington/Berlin Deutschland und die gesamte Euro-Zone verlieren nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) konjunkturell zunehmend an Fahrt. Der IWF senkte am Dienstag im neuen Weltwirtschafsausblick seine Prognose für die globale Konjunktur zwar nur leicht auf 3,3 Prozent in diesem und 3,8 Prozent im nächsten Jahr.

Seine Schätzung für Deutschland fällt aber erheblich skeptischer aus als bisher. Der Fonds rechnet hierzulande nur noch mit einem Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 1,4 Prozent und im nächsten Jahr von 1,5 Prozent – das ist für 2014 eine Absenkung um einen halben Prozentpunkt und für 2015 um 0,2 Prozentpunkte. Insgesamt klafft die weltwirtschaftliche Entwicklung nach Analysen des IWF immer weiter auseinander.

„Trotz Rückschlägen setzt sich die ungleichmäßige Erholung der Weltwirtschaft fort“, ziehen der IWF und sein Chefökonom Olivier Blanchard unter dem Strich dennoch ein positives Fazit. „Die Abwärtsrisiken haben zugenommen“, warnte die Organisation. Dazu zählten insbesondere die geopolitischen Risiken wie der Konflikt um die Ukraine. Zudem sieht der Fonds gerade im Euro-Raum Gefahren einer Stagnation.

Deshalb sollte weltweit mehr für die Steigerung der Wachstumskräfte getan werden. Mit Blick auf Länder wie Deutschland rät der Fond zudem zu höheren staatlichen Infrastruktur-Investitionen, auch auf Pump. Zudem warnt der IWF davor, zu schnell von der lockeren Geldpolitik in den Industriestaaten Abschied zu nehmen. Darüber hinaus sieht er weiter Risiken eines Preisverfalls auf breiter Front in Europa.

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    Das bewertet die Bundesregierung anders. „Wir teilen die Sorge vor Deflation nicht“, sagte ein Regierungsvertreter. Er verwies zudem darauf, dass der Fonds angesichts der extrem lockeren Geldpolitik die Gefahr von Preisblasen an einzelnen Vermögensmärkten sehe und dazu Anzeichen für wachsende Risikobereitschaft und Selbstgefälligkeit in der Finanzwelt.

    USA auf der Sonnenseite, Europa im Schatten
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    35 Kommentare zu "Konjunkturschock: Deutschlands Wachstum bricht ein"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Lächerliche Rabulistik die am Kern meiner Aussage nicht nur vorbeigeht, sd. auch noch in der Sache nicht stimmt:

      "Aufgrund der abnehmenden Dynamik in Europa und einigen Schwellenländern (Russland, Brasilien, Südafrika) hat der IWF gestern seine globalen Wachstumsprognosen teils scharf reduziert. Auch für Deutschland wird ein deutlich schwächeres Wachstum als bisher prognostiziert. Mit 1,4 Prozent in 2014 soll das Wachstum nicht wirklich in Fahrt kommen, auch 2015 sieht der IWF mit +1,5 nur ein unwesentlich dynamischeres Wachstum voraus.

      Nicht nur dass die IWF-Experten Europa kritischer als bisher beurteilen, die Auswirkungen der geopolitischen Spannungen wirkt sich aufgrund der starken wirtschaftlichen Verflechtungen Europas und hier besonders Deutschlands, Österreichs und der Niederlande besonders drastisch aus. In den Julizahlen waren noch nicht alle Sanktionen enthalten, im August waren es dagegen schon eine Vielzahl, im September werden die Spuren sich noch stärker bemerkbar machen."

      Folker Hellmeyer, 8.10.14

    • @Volkerts
      So blödsinnig hat auch das Politbüro im Osten 1989 schwadroniert! Sie sind Wegbereiter der EUSSR! Ihr Denken ist schon totalitär - und sie merken es nicht!

    • @ Reiner Vogels

      BINGO !!

    • Herr Glöckner, das ist Ihre ganz persönliche Meinung, und die sei Ihnen auch gegönnt! Aber... pf.... was bedeutet das schon...?

    • Für mich besteht kein Zweifel, dass der Staat uns Bürgern viel zu viel Geld abpresst und deshalb viel mehr Geld hat, als er eigentlich brauchte.

      Dabei beteilige ich mit nicht am Beamtenbashing. Die meisten Beamten machen sehr gute Arbeit und sind keineswegs überbezahlt.

      Um das Problem der katastrophalen öffentlichen Finanzen zu lösen, muß man sehr viel tiefer graben. Man muß endlich damit aufhören, dem Staat immer mehr Aufgaben zuzuschanzen und endlich lernen, den Staat auf seine eigentichen unverzichtbaren und notwendigen Aufgaben zu begrenzen.

      Ein paar Beispiele:

      Es ist nicht die Aufgabe des Staates, die Bürger per Staatsrundfunk zu erziehen bzw. zu verblöden. Man könnte also ohne weiteres den Rundfunkbeitrag streichen und auf diese Weise einen Kaufkraftgewinn bei den Konsumenten schaffen.

      2. Die deutschen Streitkräfte müssen nicht am Hindukusch unsere Freiheit verteidigen. Es reicht, wenn sie unser Land schützen.

      3. Der Staat hat nicht die Aufgabe, die Verwahrung von kleinen Kindern fernab von ihren Eltern in öffentlichen Betreuungsanstalten mit Milliarden zu subentionieren.

      4. Der Staat hat nicht die Aufgabe, eine umfassende Vollkasko-Daseinsvorsorge zu finanzieren. Das sprengt jeden Staatshaushalt.

      5. Der Staat muß nicht durch öffentliche Investionen die Wirtschaft ankurbeln. Das kann er gar nicht, weil er gar nicht weiß, welche Produkte in Zukunft gefragt sein werden. Er kennt die Bedürfnisstruktur der Menschen mit Sicherheit nicht besser als Millionen von einzelnen Wirtschaftssubjekten die sich mittels des Marktes nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage darüber verständigen.
      Es genügt, wenn der Staat für eine funktionierende Infratstruktur wie Straßen und Brücken und für die Durchsetzung einer rechtsstaatlichen Ordnung sorgt.

      Die Raumknappheit hindert mich, noch mehr Beispiele zu nennen.

      Wichtig: Der Staat ist nicht die Lösung, sondern schafft in vielen Bereichen erst die Probleme, die es ohne seine Hypertrophierung nicht gäbe.

    • Da bricht nichts ein ... garnichts! Immer schön ruhig bleiben.

    • "Was stellt er damit an?"

      Natürlich macht der Staat auch Fehler. Wer aber mal länger im Ausland war, wird allerdings die Leistung des deutschen Staates sehr zu schätzen wissen. Eine funktionierende Verwaltung und berechenbare, faire Justiz ist Gold wert.

      Wer denkt, dass es in Deutschland scheiße ist, dem wird Russland und China sicherlich überhaupt nicht gefallen...

      wer hier also so laut meckert, wo ist es denn besser als in Europa und warum wandert man dorthin nicht aus? ;)

    • @Fritz Yoski

      Ihre Darstellung ist einseitig. Tut mir leid.

    • @Willi Kammschott

      Genau das ist Ihre Pflicht.Wenn Sie eine These aufstellen, dann haben Sie diese auch zu untermauern. Ganz offenbar misslingt Ihnen eine Gegenargumentation bereits im Ansatz. Denn Sie verbarikardieren sich nur vor einer schlüssigen Antwort,wenn Sie auf die schlüssige Antwort verzichten wollen.

      Wenn ein Unternehmen immer höhere Umsätze erzielt, dann ist das legitim. Schauen wir uns einmal an wie ein Unternehmen Umsätze macht: es kalkuliert einen Verkaufs- "Preis" und hofft auf regen Absatz. Eine Kurzdarstellung. Entscheidend ist der Preis. Er ist der einzige Input, den ein Unternehmen hat, wenn es um seinen weiteren Fortgang geht.Steigt die Inflation, so steigt der Verkaufspreis mit.Im Regelfall.

      Welche Einkommensquelle, also welchen Input hat der Staat: Steuern, Gebühren und Abgaben. Letzlich also sowetwas wie einen Verkaufspreis. Steigt die Inflation, so steigt die Staatseinnahme mit.

      Wenn der Staat durch die Inflation höhere Einnahmen hat, dann soll er diese an die Unternehmen zurück geben. Er soll seinen Ertrag also schmälern. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass der Konsument die Rücknahme der inflationsbedingten Preissteigerung beim Produzenten einfordert. Die ganze Inflation würde also zurück genommen werden.

      Ganz offenbar erfüllt diese aber eine Funktion.

      Ihren Verweis auf die Faz lehne ich ab. Ich kann Ihnen mit Links kommen und .pd's usf. Beim Kommentieren geht es aber nicht darum, nur aufzuzeigen, wo etwas steht, Sie sollten Ihre Quellen auch kontextualisieren können.

      Das die Aufgabenbereiche des Staates vielseitiger geworden sind und die genutzte Technologie teuerer, sollte hier erwähnt werden.

      Auf meine Bitte, wenigsten einen Aufgabenbereich aus dem Grundgesetzes aufzuschreiben, sind Sie nicht eingegangen. Sie sind Leser der FAZ? Angeblich lesen dort konservative Leser, Akademiker.
      An Ihrer Antwort lese ich dagegen ab, dass sie lustlos, schreibfaul und ideenlos sind.Ich habe mehr von Ihnen zu erwarten gehabt.

      Bedauerlich

    • "Nur wenn der Krankheitsherd beseitigt ist besteht fuer den Patienten Hoffnung auf Besserung."

      Nur ist die Krankheit bei Husten nicht die die Amputation der Lunge. *g*

      Ich verstehe ja, wenn man auf bestimmte Aspekte der EU ein wenig angefressen reagiert. Hier ist einiges im Argen - nur geht das ganze gerade an unserem größten, existenziellen Problem vorbei.

      Die Welt in der wir leben ist so komplex und 'ungerecht', dass ein isoliertes, kleinwüchsiges und ohnmächtiges Deutschland keine Perspektive mehr hätte. Deutschlands einzige Chance besteht darin, Allianzen zu bilden und ggf. hier eine Führungsrolle zu übernehmen. Sonst bilden andere Allianzen und diktieren uns ihre Regeln. ;)

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