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Konjunkturschwäche Zahl der Arbeitslosen steigt im Juli auf 2,87 Millionen

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Juli gestiegen - das ist wegen der Sommerferien üblich. Aber diesmal treibt auch die Konjunktur nicht mehr so stark wie früher. Die Nachfrage nach Mitarbeitern geht zurück.
31.07.2012 - 04:35 Uhr Kommentieren
Zu Ferienbeginn steigen die Arbeitslosenzahlen üblicherweise an. In diesem Monat stiegen die Zahlen jedoch besonders stark. Quelle: ap

Zu Ferienbeginn steigen die Arbeitslosenzahlen üblicherweise an. In diesem Monat stiegen die Zahlen jedoch besonders stark.

(Foto: ap)

Nürnberg Der seit Jahren anhaltende Job-Boom in Deutschland schwächelt. Volkswirte deutscher Großbanken gehen davon aus, dass im Juli rund 2,87 Millionen Menschen hierzulande ohne Job waren. Das wären rund 65 000 mehr als im Juni, aber noch knapp 70 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Experten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa erläuterten. Die offiziellen Zahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) an diesem Dienstag (31.7.) bekanntgeben.

Grund für die Fortsetzung des leichten Abwärtstrends sei neben der schwächeren Konjunktur auch die Verunsicherung vieler Unternehmen aufgrund der Euro-Schuldenkrise, erläuterten die Volkswirte. Dadurch habe die Arbeitslosigkeit etwas stärker zugelegt als sonst zum Ferienbeginn üblich.

Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Juli ist nichts Ungewöhnliches. Zum einen beenden viele junge Leute ihre Ausbildung und müssen ein paar Wochen bis zum Antritt einer neuen Stelle überbrücken. Zum anderen verschieben viele Unternehmen die Einstellung neuer Mitarbeiter auf das Ende der Werksferien. Aber auch ohne diese jahreszeitlichen Effekte wäre die Zahl der Erwerbslosen im Juli nach Einschätzung der Experten zwischen 5000 und 15 000 gestiegen. Solche Anstiege weisen normalerweise darauf hin, dass der Einfluss der Konjunktur auf den Stellenmarkt abnimmt.

Ein ähnlicher Indikator ist auch die Nachfrage nach Arbeitskräften - sie sank im Juli auf den niedrigsten Stand seit gut einem Jahr. „Angesichts moderater Konjunkturerwartungen zeigen sich die Unternehmen vorsichtiger, was weitere Neueinstellungen angeht“, erläuterte die BA. Zugleich wies die Behörde darauf hin, dass der Bedarf an Arbeitskräften nach wie vor hoch sei.

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    Der von der BA veröffentlichte Stellenindex BA-X war im Juli um zwei Zähler auf 162 Punkte zurückgegangen; zum Jahreswechsel hatte er noch bei 179 gelegen. Doch im Vergleich zum Juli 2011 sei es nur ein Minus von vier Punkten, betonte die BA.

    • dpa
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