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Konsumklima auf Rekordhoch Kauflaune rettet Deutschland vor der Rezession

Die Kauflaune der Bevölkerung ist die stärkste Konjunkturstütze – und rettet Deutschland vor der Rezession. Der Konsumklimaindex ist auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen, das BIP zumindest nicht gesunken.
24.05.2013 - 08:29 Uhr 17 Kommentare
Lust am Konsum: Die Deutschen kaufen gern ein - noch. Quelle: dpa

Lust am Konsum: Die Deutschen kaufen gern ein - noch.

(Foto: dpa)

Nürnberg/Berlin Die Verbraucher in Deutschland sind in Kauflaune wie seit fast sieben Jahren nicht mehr. Das Barometer für das Konsumklima steigt im Juni auf 6,5 Punkte, wie die Nürnberger GfK am Freitag zu ihrer Umfrage unter 2000 Verbrauchern mitteilte.

„Das ist der höchste Wert seit September 2007“, sagte ihr Experte Rolf Bürkl. Der intakte Arbeitsmarkt, gute Tarifabschlüsse sowie eine sinkende Inflation stützten die gute Stimmung. Hinzu komme die niedrige Sparneigung, die im Mai auf einen neuen historischen Tiefstwert gesunken ist. „Dies ist vermutlich auch auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank zurückzuführen, die Zinsen in der Euro-Zone noch einmal zu senken, um die Konjunktur anzukurbeln“, sagte Bürkl.

Trotz der Rezession in der Eurozone sei der Optimismus der Deutschen ungebrochen. Das zeigt sich auch bei der Neigung der Bürger, teurere Güter wie etwa Möbel oder Fernseher anzuschaffen. Das entsprechende Barometer legte um 0,1 Punkte zu und weist nun 37,7 Punkte auf. Dies ist der höchste Wert seit März 2012.

„Aufgrund des hohen und stabilen Beschäftigungsniveaus haben die Verbraucher kaum Angst davor, ihren Job zu verlieren“, sagte Bürkl. „Dies sorgt für hohe Planungssicherheit, was gerade für größere Anschaffungen eine wichtige Voraussetzung ist.“ Das niedrige Zinsniveau steigere zudem die Anreize, Kredite aufzunehmen. Geld auf die hohe Kante zu legen, sei dagegen eher unattraktiv.

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    Die Konsumenten hatten sich bereits im ersten Quartal als Stütze der deutschen Wirtschaft erwiesen und ein Abrutschen in die Rezession verhindert. Europas größte Volkswirtschaft wuchs im ersten Quartal zwar nur um magere 0,1 Prozent. Die Bürger blicken jedoch wieder optimistischer auf die Wirtschaft: Nach den leichten Verlusten im Vormonat stieg die Konjunkturerwartung im Mai um 1,3 Zähler wieder etwas. Mit aktuell minus 0,2 Punkten liegt der Indikator damit in etwa auf seinem langjährigen Durchschnitt von null Punkten. „Obwohl die EU-Kommission für die Euro-Zone in diesem Jahr eine Rezession prognostiziert hat, lassen sich die deutschen Verbraucher in ihrem Optimismus weiterhin nicht beeinträchtigen“, sagte Bürkl. "Offenbar ist ihr Augenmerk in erster Linie auf die guten und stabilen Rahmenbedingungen in Deutschland gerichtet."

    Auch die Einkommenserwartung legte im Mai zu. Ein Plus von 3,1 Punkten bedeutet einen Stand von 33,9 Zählern. Ein höherer Wert wurde zuletzt im Juli 2012 mit gut 36 Punkten gemessen. „Tariferhöhungen für eine Reihe von Beschäftigten in Verbindung mit einer rückläufigen Inflationsrate lassen die Verbraucher mehrheitlich vermuten, dass sie auch real mehr Geld in der Tasche haben werden“, sagte Bürkl.

    • rtr
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    17 Kommentare zu "Konsumklima auf Rekordhoch: Kauflaune rettet Deutschland vor der Rezession"

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    • Ja, Ja
      Wer aufmerksam liest hat einen zusätzlichen Vorteil

      Tariferhöhungen für eine Reihe von Beschäftigten in Verbindung mit einer rückläufigen Inflationsrate lassen die Verbraucher mehrheitlich vermuten, dass sie auch real mehr Geld in der Tasche haben werden“, sagte Bürkl

      Leider ist das so eine Sache mit den Vermutungen des Käufers.
      1. Der reale Kaufkraftverlust oder auch Inflation liegt bei 7 - 8%. Also jeden Morgen beim Aufstehen Minus gemacht.
      2. Die meisten zusätzlichen Käufe sind langlebige Güter. Investitionen in Haus, Wohnung, Einrichtung, Energieeinsparung etc.

      Man sollte in Punkto Inflation mehr seinem Bauchgefühl als der verlogenen Statitik vertrauen.

      Dank an das HB für den amüsanten Beitrag.

      Schönen Tag noch.

    • Wo hat das HB denn diese Infos her?
      Ich kann nicht feststellen, dass die Deutschen in Kauflaune sind.
      Die Städte sind relativ leer, gekauft wird, wenn überhaupt, in Billigläden
      Und die Inflation ei nicht hoch?
      Aber hallo, wenn über Nacht im Suprmarkt die Preise gleich teilweise um 20 Cent erhöh werden, ist das Inflation



    • Das Modell 1930 der Konsumgesellschaft klappt wunderbar. Die Dummies rennen immer mehr mit teuren, meist auf Kreditpump besorgten Smartphones, iPhones auf den Straßen asozial herum, werden panisch wenn sie diese nicht greifen können wie eine amerikanische Soziologin vortrefflich analysierte und vertippseln sich, rennen anderen auf die Füsse und dann gleich weiter. Die Konsumentenkredite steigen. Die Leute sind abgelenkt...vor dem, was sich aufbaut. Juncker meinte sinngemäß... zuerst machen wir einen Feldversuch, wenn dann kein Protest kommt...MACHEN WIR WEITER! In einem Vortrag in Luxemburg zum Neujahrsempfang 2013 meinte Juncker sinngemäß, man sollte an 1913 denken, einhundert Jahre zurück, das letzte Jahr vor dem kalten Krieg! Diese Worte lösen ALLES aus. Sie sollten ALARM von dieser Stelle sein! Merkel zum EURO sinngemäß, dass wenn uns das nicht gelingt,wir wieder Krieg haben werden.

    • Oh! Zum Wochenende geifert die Zensur wieder durch! Wo niemand schreien würde. Nur die Zensur brüllt Luft heraus!!

    • Im ersten Quartal 2013 wurde im deutschen Einzelhandel nominal 0,4 % mehr und real 1,0 % weniger als von Januar bis März 2012 umgesetzt, und das trotz sich monatlich wiederholender Jubelmeldungen der GfK.
      Für mehr Konsum fehlt - wegen der Lohnzurückhaltung (angeblich) zugunsten des Exports - die Kaufkraft.

    • Und warum, weil die Menschen Angst um ihr Geld haben und es lieber ausgeben. Man kann doch unserer Regierung nicht mehr trauen.

    • Die Niedrigzinspolitik der EZB geht in die falsche Richtung, denn jetzt trifft es auch diejenigen die in der Vergangenheit Haushalten konnten und die sicherheitsorientierten Anleger (konservativen Sparer). Was aber ist richtig? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht!

    • Deutschland muss vor nichts gerettet werden, schon gar nicht von diesen selbsternannten "Experten". Und dieser uralte Nettovermögensvergleich hinkt so sehr, dass man eigentlich einen Rollstuhl hierfür bräuchte. Und diesen Harz4 Jammerlappen und - Korrespondenten sei ins Gebetbuch geschrieben, wenn es Euch im Gegensatz zum Rest der Welt hier nicht mehr gefällt, macht es wie Depardieu - Putin nimmt Euch gerne auf!

    • Dazu passt super die Meldung, dass die Steuereinnahmen aus der Umsatzsteuer im April eingebrochen sind...
      Willkommen in der Realität.

    • So ein Schmarn, leider habe ich vom HB etwas mehr kritischen Journalismus erwartet, als GFK-Schwachsinn (über Jahre hinweg) unreflektiert abzudrucken! Ich bin selber Textileinzelhändler und kenne echte Zahlen über mehrere Tätigkeiten in Verbänden genau. Über Jahre hinweg sinkt der
      tatsächliche Konsum, bei der Auswertung der GFK beträgt der Umsatz im Einzelhandel (incl. Lebensmittel) nur noch 28,1 %. Da wird lustig Mieten. Mietnebenkosten etc mit eingerechnet. Da alleine die Energiekosten kräftig am steigen sind, kann jeder Grundschüler ausrechnen, wie solche "Meldungen" entstehen. Und am Jahresende kommt dann
      wieder...bis auf zwei drei Branchen ist der Umsatz flächen- und preisbereingt im gesamten Einzelhandel um %
      gesunken. Wo bleibt endlich der kritische Journalismus in unserem Land???!! Komme mir vor wie in der alten Täterätätä bei der Veröffentlichung der Planzahlen des 5-Jahresplanes! Alles Mumpitz!

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