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Länderanalyse 2010 Polen ist die Kraftmaschine Mitteleuropas

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So glänzend die polnische Ökonomie dasteht, so gilt aber auch hier: Bäume wachsen nicht in den Himmel. Denn die gute Wachstumsperformance der letzten Jahre wurde zu einem Teil auf Pump, sprich mit kreditfinanzierten Programmen und damit durch Konsolidierungszwänge in der Zukunft erkauft.

So ist in den letzten acht Jahren trotz des kräftigen Wirtschaftswachstums – als Folge einer prozyklischen Fiskalpolitik – die Schuldenstandsquote von weniger als 40 Prozent auf nunmehr deutlich über 50 Prozent gewachsen, Tendenz steigend. Auch wenn Schuldenstandsquoten in dieser Größenordnung für sich genommen noch kein gravierendes Problem darstellen, wird Polen einen finanzpolitischen Kurswechsel vornehmen müssen – schließlich lagen die Defizite regelmäßig über der Drei-Prozent-Grenze des Europäischen Stabilitätspaktes. Es sei denn, die Regierung verabschiedet sich vom Ziel der Aufnahme Polens in die Europäische Währungsgemeinschaft.

Wird an diesem Ziel festgehalten, werden die finanziellen Mittel knapper, das unterdimensionierte Straßennetz zügig auszubauen, den in den Worten des amtierenden Premierministers Donald Tusk „katastrophalen“ Zustand des Gesundheitssystems zu verbessern oder durch die notwendige Verringerung der Kohlezentrierung bei der Stromerzeugung den Beitrag zu den EU-Klimazielen zu leisten.

Gleichwohl wird die wirtschaftliche Modernisierung Polens weitergehen – nach 2012 mutmaßlich auf einem etwas flacheren Wachstumspfad. Die Chancen der deutschen Wirtschaft, an diesem Aufholprozess zu partizipieren, sind aufgrund der direkten Nachbarschaft und der engen Verflechtungen über Handelsströme und Direktinvestitionen exzellent.

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