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Lebensmittelpreise Nahrungsmittel als Treiber der Inflation

Die Nahrungsmittelpreise in Deutschland sind stark gestiegen. Der Grund dafür: Ernteausfälle und eine weltweit höhere Nachfrage. Im Jahr 2014 dürften die Preise so stark zulegen wie die Lebenshaltungskosten.
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Der Bauernverband rechnet damit, dass die Nahrungsmittelpreise im kommenden Jahr um zwei Prozent steigen werden. Quelle: dpa

Der Bauernverband rechnet damit, dass die Nahrungsmittelpreise im kommenden Jahr um zwei Prozent steigen werden.

(Foto: dpa)

BerlinErnteausfälle und eine weltweit höhere Nachfrage haben die Nahrungsmittelpreise in Deutschland in den vergangenen beiden Jahren stark steigen lassen. Sie legten von Oktober 2012 bis Oktober 2014 um durchschnittlich 7,6 Prozent zu, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Die Verbraucherpreise insgesamt kletterten dagegen nur um 3,3 Prozent. Vor allem für Obst (+13,1 Prozent), Gemüse (+10,5) sowie Fleisch und Fleischwaren (+9,0) mussten die Verbraucher deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Der Deutsche Bauernverband erklärt das zum einen mit Ernteausfällen. „So war es in diesem Jahr erst zu kalt und zu nass, dann zu trocken“, sagte Sprecher Michael Lohse. „Das hat Kartoffeln und Obst spürbar verteuert.“ Gleichzeitig sei aber auch die Nachfrage in bevölkerungsreichen Ländern wie Russland oder in Asien gestiegen, wo eine wachsende Mittelschicht den westlichen Lebensstil nachahme und ähnliche Produkte konsumiere. „Das treibt die Weltmarktpreise etwa für Fleisch, aber auch für Zucker und Getreide nach oben“, sagte Lohse.

Der Bauernverband geht davon aus, dass die Nahrungsmittelpreise im kommenden Jahr um rund zwei Prozent und damit etwa genauso stark steigen werden wie die Lebenshaltungskosten. „Die Zeiten sehr niedriger Lebensmittelpreise sind vorbei“, sagte Lohse. Allerdings würden die Deutschen nicht einmal zwölf Prozent ihrer Haushaltsausgaben in Lebensmittel stecken. Das sei im internationalen Vergleich sehr wenig. Ein Grund dafür sei neben steigenden Einkommen die große Konkurrenz im Einzelhandel, wo zahlreiche Discounter um Marktanteile und Kunden ringen.

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4 Kommentare zu "Lebensmittelpreise: Nahrungsmittel als Treiber der Inflation"

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  • Wenn Nahrungsmittel für Biogasanlagen Vorrang haben, müssen wir uns über die Preisentwicklung nicht wundern! Schaut euch alle mal die Monokulturen in unserem Land an! Die Ausrottung der Artenvielfalt ist längst spürbar. Ein großes Versagen der Politik und der grünen Spinner.

  • DIE GROSSE "ERNTEAUSFALLÜGE": Zugegeben, es gab gewisse Ernteausfälle, witterungsbedingt. Jedoch: Diese waren wesentlich kleiner als uns hier die Bauern-Lobby weismachen will! DIE WAHRHEIT IST: Die Deutschen Verbraucher werden perfide abgezockt, durch künstliche Verknappung auf den Heimatmarkt Deutschland. D.h. das Zeug wird nach Übersee bzw. um den ganzen Erdball gekarrt, weil dort "mehr Kohle" zu holen ist. Deutsche Äpfel, Gemüse, Milch sind in China der Renner! Und wir schauen in die Röhre und zahlen uns dumm und dämlich.

  • Das ist die entscheidende Inflation. Zu Mampfen kaufe ich jeden Tag. Einen Notebook, etc., der den Warenkorb füllt, ist nicht so oft dabei.
    Dazu noch das Stichwort hedonische Inflation. Dann ist alles klar!

  • Das ist eben nur die halbe Wahrheit, der exzessive Anbau der Biomasse in Deutschland ist die andere Hälfte.
    Die sogenannte Energiewende schlägt sich nicht nur in stark ansteigenden Strompreisen nieder.