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Mehr Jobs Arbeitslosenzahl sinkt im Mai weniger als üblich

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai zurückgegangen. Allerdings fiel der Rückgang niedriger aus als üblich. Ein Grund ist der außergewöhnlich milde Winter. Insgesamt steht der Arbeitsmarkt aber gut da.
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Die Agentur für Arbeit: Im Mai ist die Arbeitslosigkeit nur leicht gesunken. Quelle: dpa

Die Agentur für Arbeit: Im Mai ist die Arbeitslosigkeit nur leicht gesunken.

(Foto: dpa)

Nürnberg Die Frühjahrsbelebung am deutschen Arbeitsmarkt verliert etwas an Schwung. Die Zahl der Arbeitslosen sank von April auf Mai zwar um 61.000 auf 2,88 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Allerdings gab es in den vergangenen drei Jahren im Schnitt einen Rückgang von gut 100.000 in dem Monat. BA-Chef Frank-Jürgen Weise begründete dies mit den Folgen des milden Winters und betonte: "Insgesamt steht der Arbeitsmarkt gut da." Denn zuvor war die Arbeitslosigkeit weniger stark gestiegen und habe sich auch wieder schneller abgebaut. "Und dann gibt es auch nicht viel zu beleben."

Die Nachfrage der Firmen nach neuen Mitarbeitern habe kaum nachgelassen. Gesucht würden derzeit vor allem Verkäufer und Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe, in der Chemiebranche, in Metallberufen sowie im Bereich Verkehr und Logistik. Trotz der insgesamt "ermutigenden Entwicklung" am Jobmarkt hätten es Langzeitarbeitslose immer noch schwer, eine Stelle zu finden. Die Krise in der Ukraine habe sich am Arbeitsmarkt bisher kaum niedergeschlagen, ergänzte Weise. Die Firmen seien zwar unsicherer geworden. Insgesamt sei der Handel mit der Ukraine aber eher gering.

Für Überraschung unter Ökonomen sorgte der Anstieg der Arbeitslosen um 24.000, wenn man jahreszeitliche Schwankungen herausrechnet. Experten hatten hier mit dem sechsten Rückgang in Folge gerechnet und im Schnitt ein Minus von 15.000 auf dem Zettel. Viele Fachleute halten dies aber für einen Ausrutscher und nicht für eine Trendwende. NordLB-Analyst Mario Gruppe verwies jedoch auf die Ukraine-Krise sowie eine schwächere Entwicklung in Absatzmärkten wie China und den USA: "Die Unternehmen werden etwas restriktiver in der Vergabe neuer Jobs."

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl der Arbeitslosen um 55.000 und die Arbeitslosenquote fiel von April auf Mai um 0,2 Punkte auf 6,6 Prozent. Zudem ging der Anstieg der Erwerbstätigen und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten weiter.


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