Arbeitslosigkeit Frühling auf dem Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im Februar besser entwickelt als für die Jahreszeit üblich. Die Zahl der Arbeitslosen sank um 15.000 auf 3,017 Millionen. Eigentlich steigen die Zahlen im Winter üblicherweise.
Update: 26.02.2015 - 10:27 Uhr 6 Kommentare

Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit 24 Jahren

NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar überraschend auf 3,017 Millionen gesunken. Damit waren 15 000 Menschen weniger auf Jobsuche als im Januar, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte.

Volkswirte deutscher Großbanken hatten hingegen unter Verweis auf die übliche Winterpause in einigen Branchen mit einem Anstieg in dieser Größenordnung gerechnet. Auch im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre war die Arbeitslosigkeit im Februar um 15.000 gestiegen.

Schließlich ruht in vielen Betrieben normalerweise die Arbeit, weil Landschaftsgärtner, Maurer und Bauern bei Frost und Schnee wenig ausrichten können. Doch in diesem Jahr nahm die Zahl der Jobsucher im Februar ab statt zu, in der Folge sank auch die Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf 6,9 Prozent. „Im Februar hat sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fortgesetzt“, kommentierte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. „Die Arbeitslosigkeit ist gesunken, und die Beschäftigung behält ihren Aufwärtstrend bei.“

Auf Jahressicht betrachtet sank die Zahl der Jobsucher um 121.000. Zugleich stiegen Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter an. So legte die Zahl der Erwerbstätigen nach den jüngsten Daten vom Januar um 42.000 auf 42,48 Millionen zu. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Plus von 408.000. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wuchs im Dezember um 57.000 auf 30,47 Millionen. Damit haben im Vergleich zum Vorjahr weitere 584.000 Menschen einen regulären Arbeitsplatz.

Und die Unternehmen suchen weiter neue Mitarbeiter: Im Februar waren 519.000 offene Stellen bei den Arbeitsagenturen gemeldet, 63.000 mehr als vor einem Jahr. Besonders gefragt sind derzeit Arbeitskräfte in den Berufsfeldern Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik, Verkauf, Verkehr und Logistik. Auch in der Metallerzeugung, der Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie in Gesundheitsberufen werden Mitarbeiter gesucht.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Arbeitslosigkeit - Frühling auf dem Arbeitsmarkt

6 Kommentare zu "Arbeitslosigkeit: Frühling auf dem Arbeitsmarkt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Und täglich grüßt die Lügenpresse - die geschönten Arbeitslosenzahlen

    Allein wegen der Berichterstattung über die Arbeitslosenzahlen hätten die meisten deutschen Mainstream-Medien die Bezeichnung "Lügenpresse" mehr als verdient.
    Denn ihre kritiklose Weitertreibung der vollkommen und bekannt-erweise beschönigten Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur ist jedes Mal wieder eine neue Lüge.

    Die ungeschönten Arbeitslosenzahlen - Umgeschulte, Ü-58-Jährige, Aufstocker und andere herausgerechnete Arbeitslose mitberechnet- belaufen sich wohl eher auf rund 6 Millionen Menschen.
    Hinzu kommt noch ein Millionenheer an Niedrigst- und Billigslöhnern.

  • "Arbeitslos" im Sinne von "Arbeitslosengeld I" kann ja nur werden, wer zuvor mindestens 2 Jahre "versicherungspflichtig angestellt war".

    Davon gibt es dank FEHLENDER Unterstützung Merkels für "Erhalt gut bezahlter Arbeitsplätze in Mittelstand und Industrie auf dem Gebiet der BRD" immer weniger.

    Daher verwundert mich dias Absinken der Arbeitslosen-Quote überhaupt nicht ! Bei NULL ist dann sowieso Schluss. Dann haben wir garkeine "Arbeitslosen" mehr aber auch keine Jobs mehr. :-(

  • Man sollte doch meinen, dass die deutsche Wirtschaft irgendwann platzen muss, es kann doch gar nicht sein, dass immer mehr,immer mehr, immer mehr Leute benötigt werden. Wofür, frage ich mich?? Irgendwann muss doch mal Schluss sein mit dem elenden Wirtschaftswachstum, das zwar viel schlecht bezahlte Arbeit, aber gleichzeitig immer mehr Arme zur Folge hat.

  • Wirklich unglaublich, dass sich so viele Mensche n finden, zu den unterirdischen Arbeitsbedingungen in der deutschen Wirtschaft zu malochen.

    Die entstandenen neuen Stellen liegen vor allem im Niedriglohnsektor.

  • Wer hätte das gedacht!
    Die Arbeitslosigkeit muss doch steigen, haben uns die Experten in die Faust versprochen. Schuld daran sind Mindestlohn, Mütterrente und Rente mit 63. Wollen uns die Experten jetzt erklären, warum das Resultat so völlig überraschend anders ist? Solchen Experten glaube ich gar nicht mehr.

  • Kein wunder das die Arbeitslosenzahlen seit Jahren in einer alternden deutschen Volkswirtschaft fallen. Es gibt immer mehr Arbeitnehmer die in die Rente kommen und immer weniger Kinder die geboren werden. Somit ist es automatisch so, dass die Arbeitslosenzahlen fallen. Neben diesen demographischen Effekt spielen auch noch gewisse Statistikfälschungen der Agentur für Arbeit zu diesen niedrigen Arbeitslosenstand. Eingentlich dürfte Deutschland überhaupt keine Arbeitslosen mehr ausweisen, wenn die Volkswirtschaft gesund wäre. Ist sie aber nicht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%