Arbeitsmarkt im Aufschwung 44,3 Millionen Menschen – Zahl der Erwerbstätigen steigt weiter an

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist im Jahresvergleich um 609.000 gestiegen. Auffällig: Immer mehr Selbstständige geben auf.
Update: 14.05.2018 - 11:26 Uhr 4 Kommentare
Arbeitsmarkt: Zahl der Erwerbstätigen steigt im ersten Quartal Quelle: dpa
Erwerbstätige in Deutschland

In Deutschland arbeiten gerade deutlich mehr Menschen als noch vor einem Jahr.

(Foto: dpa)

BerlinDeutschland geht die Arbeit nicht aus. Im ersten Quartal dieses Jahres ist die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Schlussquartal 2017 zwar leicht gesunken, aber auf lange Sicht gehen immer mehr Menschen einem bezahlten Job nach.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres hatten 44,3 Millionen Menschen ihren Arbeitsort in Deutschland, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Das waren 0,7 Prozent weniger als im Quartal zuvor, aber auch 1,4 Prozent oder auch 609.000 mehr als im ersten Quartal 2017.

Ein Rückgang der Beschäftigtenzahlen im Winter ist nach Angaben der Statistiker völlig normal. Bereinigt um diesen Saisoneffekt ergebe sich ein Plus zum Vorquartal von 0,4 Prozent.

Wie schon seit einigen Jahren ist auch zum Jahresbeginn 2018 der Anteil der Selbstständigen unter allen Erwerbstätigen weiter zurückgegangen. Neue Jobs entstehen vor allem für Arbeitnehmer, während immer mehr Selbstständige aufgeben. Ihre Zahl inklusive der mithelfenden Familienangehörigen ging in der Jahresfrist um 1,6 Prozent auf noch 4,238 Millionen zurück.

Neue Jobs entstanden sowohl bei Dienstleistern als auch in der Industrie und am Bau. Die höchsten Zuwächse gab es bei unternehmensnahen Dienstleistern (+2,2 Prozent). Allein im Bereich der Öffentlichen Dienstleister, Erziehung, Gesundheit gab es ein Plus von 210.000 Personen oder 1,9 Prozent, bei den Unternehmensdienstleistern von 131.000 oder 2,2 Prozent.

Auch das Baugewerbe legte mit 1,9 Prozent überdurchschnittlich zu. Weniger Jobs gab es hingegen in der Land-und Forstwirtschaft (-3,1 Prozent) sowie erneut bei den Versicherungs- und Finanzdienstleistern (-1,5 Prozent).

Grund für die wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften ist der anhaltende Aufschwung. Der Bundesregierung zufolge wird die Wirtschaft 2018 nicht nur das neunte Jahr in Folge wachsen, sondern zugleich so kräftig wie seit 2011 nicht mehr. Dadurch soll die Zahl der Beschäftigten bis 2019 um knapp eine Million zulegen.

  • dpa
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4 Kommentare zu "Arbeitsmarkt im Aufschwung: 44,3 Millionen Menschen – Zahl der Erwerbstätigen steigt weiter an"

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  • Neben den bereits geschilderten Problemen, die von Vorschriften dangsalierte selbständige Kleinfirmen haben sinkt die Zahl der "Selbständigen" sicher auch durch Aufgabe oder amtlich festgestellter Scheinselbständigkeit.

    Geteilte Jobs tragen natürlich auch zu einer Erhöhung der "Erwerbtätigen" bei.

  • Was ist erwerbnstätig? Wieso schweigt man? Für mich ist jeder Erwerbstätig, der vollbeschäftigt und ein normales(Stat. Einkommen erhält. Jede Manipulation an der Statistik ist für mich Betrug! Halbtags. Mini, Kurse vom AR = arbeitslos!!!!

  • Was erwartet einen in der Selbständigkeit? 70 Stunden Wochen, kaum Urlaub, kaum Freizeit, hohes finanzielles Risiko, ... und wenn man dann doch etwas Erfolg hat, stehen gleich alle da und wollen ihren Anteil: Steuerberater, IHK, Berufsgenossenschaft, Krankenkassen, Stadt, Müllabfuhr, GEZ, ... Sind dann noch ein paar Angestellte da, belasten Sozialabgaben und Auflagen der verschiedensten Behörden. Hat man dann nach vielen Jahren den break-even-point erreicht und verdient überdurchschnittlich, dann ist der Neid groß und alle rufen danach, dass die Unternehmer alles Ausbeuter sind und viel höhere Steuern zahlen müssen. ... Dabei sind es die Unternehmer, welche unseren Wohlstand erst begründen! Nicht die Politiker, nicht die Beamten, nicht der ÖD, nicht die H4ler und nicht die Rentner. Ohne Unternehmer ginge in D sehr schnell das Licht aus!

  • Ist doch logisch, dass immer mehr Selbständige aufgeben. Immer neue Gesetze mit Beschränkungen, immer mehr Zusatzanforderungen, immer mehr Kontrollen, das macht keinen Spaß mehr.
    Das Land, welches zigtausende Kriminelle, Asoziale und Geisteskranke OHNE jede Kontrolle ins Land lässt, presst im Gegenzug die eigene, arbeitende Bevölkerung aus, bis selbst aus den Knochen der Saft rinnt. Wozu da noch arbeiten, und dann noch selbständig? Und Frau Nahles hat mit ihren schwachsinnigen Gesetzen letztes Jahr noch eins oben drauf gesetzt.

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