Arbeitsmarkt Zahl der Erwerbstätigen klettert auf Rekordhoch

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland hat 2017 einen Rekordwert erreicht. Dank der guten Konjunktur kletterte der Wert auf rund 44,3 Millionen Personen. Die meisten Jobs entstanden im Dienstleistungs-Bereich.
3 Kommentare
Ein gutes Wirtschaftswachstum sorgt für stetig steigende Zahlen. 2017 gab es einen neuen Rekordwert. Quelle: dpa
Mehr Erwerbstätige

Ein gutes Wirtschaftswachstum sorgt für stetig steigende Zahlen. 2017 gab es einen neuen Rekordwert.

(Foto: dpa)

BerlinDie Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist 2017 so kräftig gestiegen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Sie nahm um 638.000 Personen oder 1,5 Prozent auf den Rekordwert von rund 44,3 Millionen zu, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. „Damit setzte sich der seit zwölf Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit dynamisch fort“, erklärten die Statistiker. „Eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte glichen negative demografische Effekte aus, so dass im Jahr 2017 die höchste Zahl an Erwerbstätigen seit der Wiedervereinigung erreicht wurde.“

Grund ist die gute Konjunktur. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs 2017 bereits das achte Jahr in Folge. Eine wichtige Stütze ist dabei der private Konsum, der wiederum von Rekordbeschäftigung und steigenden Reallöhnen profitiert. Da der Aufschwung nach Prognose aller führenden Experten anhalten dürfte, wird ein weiterer Beschäftigungsrekord erwartet. Das Münchner Ifo-Institut rechnet für dieses Jahr mit einem Anstieg auf fast 44,8 Millionen. 2019 sollen es dann sogar knapp 45,2 Millionen Erwerbstätige sein.

Die meisten Stellen schufen im vergangenen Jahr die Dienstleister. Hier gab es eine Zunahme um 1,7 Prozent. Allein der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit verzeichnete einen Anstieg um 2,0 Prozent oder 214.000 Erwerbstätige. Bei den Unternehmensdienstleistern gab es ein Plus von 146.000 oder 2,5 Prozent, im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe von 111.000 oder 1,1 Prozent. Auch im Produzierenden Gewerbe erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen, und zwar um 61.000 oder 0,8 Prozent. Im Baugewerbe stieg sie um 43.000 oder 1,8 Prozent. Dagegen gab es im Sektor Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei einen Rückgang um 2000 oder 0,3 Prozent.

Die Zahl der Arbeitnehmer mit Wohnort in Deutschland nahm insgesamt um 656.000 auf 39,9 Millionen zu. „Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter anstieg, war die Summe der marginal Beschäftigten (darunter geringfügige Beschäftigung) weiter rückläufig“, erklärten die Statistiker. Auch die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger sank. Hier gab es einen Rückgang um 26.000 oder 0,6 Prozent auf 4,3 Millionen.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Arbeitsmarkt - Zahl der Erwerbstätigen klettert auf Rekordhoch

3 Kommentare zu "Arbeitsmarkt: Zahl der Erwerbstätigen klettert auf Rekordhoch"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Beim HBO ist wohl das Netzdurchdringungsgesetz bereits durchgedrungen......?

    Armleuchter !

  • ... und noch ewas wird die negative demographische Entwicklung überkompensieren: bis 2030 wird ca. ein viertel aller heutigen Jobs der zunehmenden Digitalisierung zum Opfer fallen. Das sind - bezogen auf den Stand von heute - ca. 11 Mio Jobs. Die Aufgabe der Bildungspolitik und des Dualen Ausbildungssystems ist es also, nicht nach immer mehr Zuwanderern zu rufen sondern nicht am Bedarf vorbei auszubilden. Wenn wir es richtig machen, haben wir mittelfristig nicht zu wenig, sondern eher zu viel Auszubildende/Studenten.


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%