Auftragseingänge Deutsche Industriefirmen erhalten im Mai überraschend viele Aufträge

Im Mai hat die deutsche Industrie unerwartet ein kräftiges Auftragsplus verzeichnet. Wegen des Handelsstreits sind die Erwartungen von Ökonomen jedoch gedämpft.
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Deutsche Industrie erhält im Mai überraschend viele Aufträge Quelle: dpa
Autozulieferer

Die deutsche Industrie hat im Mai ein Auftragsplus verzeichnet.

(Foto: dpa)

BerlinNach vier Rückgängen in Folge hat die deutsche Industrie im Mai überraschend viele Aufträge an Land gezogen. Das Neugeschäft stieg um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur ein Wachstum von 1,1 Prozent erwartet. „Der Auftragsbestand ist weiterhin sehr hoch und das Geschäftsklima trotz Eintrübung deutlich besser als im langjährigen Durchschnitt“, fügte das Ministerium hinzu. „Die Industriekonjunktur dürfte daher in den kommenden Monaten moderat aufwärtsgerichtet bleiben.“

Die Auslandsnachfrage stieg im Mai insgesamt um 1,6 Prozent. Dabei erhöhten sich die Bestellungen aus der Euro-Zone kräftig um 6,7 Prozent, während das Geschäft mit dem Rest der Welt um 1,3 Prozent nachließ. Die Inlandsnachfrage kletterte um 4,3 Prozent. „Erfreulich ist der starke Auftragseingang aus der Eurozone. Dies zeigt, dass die Konjunktur im gemeinsamen Währungsraum insgesamt noch rund läuft“, sagt Alexander Krüger, Chefvolkswirt bei Bankhaus Lampe.

Viele Ökonomen gehen davon aus, dass der Aufschwung in Deutschland den Höhepunkt bereits hinter sich hat. Viele Fachleute und Forschungsinstitute haben deshalb und auch wegen Risiken durch den Handelsstreit mit den USA ihre Konjunkturprognose für 2018 auf knapp zwei Prozent gesenkt.

  • rtr
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