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Außenhandel US-Handelsdefizit steigt vor Wahl auf höchsten Wert seit 14 Jahren

Ein Rückschlag für Donald Trump: Die Importe übertrafen die Exporte um 67,1 Milliarden Dollar. Der US-Präsident hatte stets versucht, das Defizit zu drücken.
06.10.2020 - 14:58 Uhr 1 Kommentar
Zuletzt übertrafen die Importe der USA die Exporte um 67,1 Milliarden Dollar. Quelle: dpa
Handelsdefizit in den USA

Zuletzt übertrafen die Importe der USA die Exporte um 67,1 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)

Washington Das US-Handelsdefizit ist im August so hoch ausgefallen wie seit 14 Jahren nicht mehr. Die Importe übertrafen die Exporte um 67,1 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium in Washington am Dienstag in Washington mitteilte. Das ist ein Plus von 5,9 Prozent zum Vormonat und der höchste Wert seit August 2006.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 66,1 Milliarden Dollar gerechnet. Zwar stiegen die Ausfuhren um 2,2 Prozent, doch legten die Einfuhren mit 3,2 Prozent deutlicher zu. Von Januar bis August insgesamt erhöhte sich das Handelsdefizit um 5,7 Prozent auf knapp 422 Milliarden Dollar.

Die Entwicklung ist vier Wochen vor der Wahl ein Rückschlag für US-Präsident Donald Trump. Dieser hat das traditionell hohe Defizit immer wieder heftig kritisiert und wichtigen Handelspartnern wie China vorgeworfen, sein Land über den Tisch zu ziehen.

Trump hat deshalb mit Strafzöllen einen Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften auf beiden Seiten ausgelöst, der zu Jahresbeginn mit einer Teileinigung etwas entschärft wurde, bei der sich China zum Kauf zusätzlicher US-Waren verpflichtete. Das US-Defizit im Handel mit der Volksrepublik summierte sich im August dennoch auf fast 26,4 Milliarden Dollar.

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    Mehr: Protektionismus ist keine Spezialität von Donald Trump, sondern breitet sich aus, weil es zu viele Verlierer des Freihandels gibt. Die Ursache ist der unregulierte Kapitalverkehr.

    • rtr
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    1 Kommentar zu "Außenhandel: US-Handelsdefizit steigt vor Wahl auf höchsten Wert seit 14 Jahren"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Irgendwie scheint die Strategie "America first" des Präsidenten nicht zu funktionieren - außer beim Konsum.

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