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Brasilien Wirtschaftsleistung bricht weiter ein

Brasilien steckt in der Rezession. Nach einem Minus von 0,7 Prozent im ersten Quartal ist die Wirtschaftsleistung im zweiten Vierteljahr um 1,9 Prozent eingebrochen. Allein VW verkaufte 30 Prozent weniger als im Vorjahr.
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Demonstranten bei einem Protest gegen die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff: Politische Spannungen und eine schwere Wirtschaftskrise machen dem Land zu schaffen. Quelle: Reuters
Brasilianische Nationalfarben

Demonstranten bei einem Protest gegen die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff: Politische Spannungen und eine schwere Wirtschaftskrise machen dem Land zu schaffen.

(Foto: Reuters)

Rio de Janeiro Die tiefe Rezession in Brasilien ist nun auch offiziell bestätigt: Im zweiten Quartal brach die Wirtschaftsleistung der siebtgrößten Volkswirtschaft der Welt im Vergleich zum Vorquartal um 1,9 Prozent ein – nach einem Minus von 0,7 Prozent im ersten Vierteljahr. Dies teilte die Statistikbehörde am Freitag mit.

Es war das schwächste zweite Quartal seit 1996 und der tiefste Einbruch seit 2009. Geht das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in zwei Quartalen nacheinander zurück, wird nach gängiger Definition von einer Rezession gesprochen. Auch zum Jahresende 2014 war die Entwicklung schon schwach: Im Schlussquartal hatte sich die Wirtschaftsleistung nicht verändert.

Allein der größte deutsche Autobauer VW verkaufte in einem seiner wichtigsten Auslandsmärkte bis Juli rund 30 Prozent weniger Autos als noch im Vorjahr. Das rohstoffreiche Land leidet unter dem niedrigen Ölpreis, einer Inflation von fast zehn Prozent, schwachem Konsum, steigender Arbeitslosigkeit, und die Unternehmen halten sich bei ihren Investitionen zurück. Hinzu kommt ein Korruptionsskandal, in den das größte Unternehmen Petrobras (Umsatz rund 123 Milliarden Euro) involviert ist. Brasilien ist mit einem BIP von 2,1 Milliarden Euro (2014) siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt.

  • dpa
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