Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Containerschiff

Der Bund hat die Wachstumsprognose für 2019 nach unten korrigiert.

(Foto: dpa)

Bruttoinlandsprodukt Deutsche Wirtschaft entgeht nur knapp einer Rezession

Die deutsche Wirtschaft ist auch zum Jahresende 2018 nicht mehr richtig in Schwung gekommen. Vor allem der Außenhandel schwächelt.
Update: 14.02.2019 - 09:02 Uhr Kommentieren

Berlin Kein Wirtschaftswachstum am Jahresende 2018. Das meldet das Statistische Bundesamt. Deutschland schrammt damit knapp an einer Rezession vorbei, die sich ergeben hätte, wenn - nach dem dritten Quartal 2018 – das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum zweiten Mal in Folge geschrumpft wäre.

Die Statistiker kamen aber auf ein Wachstum von genau null gegenüber dem Vorquartal, als die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent geschrumpft war – zum ersten Mal seit Anfang 2015.

Das vierte Quartal lief damit etwas schlechter, als es das Bundesamt noch bei der Bekanntgabe der Jahres-Wachstumsrate für 2018 vor einem Monat erwartet hatte. „Nach einem schwungvollen Start im ersten Halbjahr und einer Delle im dritten Quartal gab es zu Jahresende Anzeichen einer leichten Erholung der deutschen Wirtschaft“, sagte damals Albert Brackmann, Leiter für die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung.

Diese Erholung blieb aus. Im Gesamtjahr 2018 wuchs das BIP um 1,4 Prozent – nach ersten Daten war die Behörde noch von einem Plus von 1,5 Prozent ausgegangen. Angesichts der letzten Exportzahlen hatte sich der Rückgang bereits abgezeichnet. Denn es ist der Außenhandel, der im vierten Quartal schwächelte. Exporte und Importe legten nicht zu.

Positive Impulse kamen im Vergleich zum Vorquartal aus dem Inland: Es wurde investiert, vor allem am Bau, aber auch in Ausrüstung – darunter fallen auch Maschinen. Diese Investitionen sind ein Hoffnungszeichen, dass die Firmen auch weiterhin mit guten Geschäften rechnen. Die privaten Verbraucher gaben nur ein wenig mehr aus als im Sommer, dafür stiegen die Konsumausgaben des Staates.

Für einen Start mit Schwung ins neue Jahr reicht das nicht: Es gibt keinen sogenannten Überhang, der für dieses Jahr die Wachstumsrate treibt. Und da zuletzt die Exportzahlen weiterhin dürftig waren, ist es nunmehr sehr wahrscheinlich, dass 2019 ein schwächeres Wirtschaftsjahr werden dürfte als die Vorjahre.

Die Bundesregierung hatte ihre Prognose zuletzt auf ein Prozent gesenkt. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) , der Tausende Unternehmen regelmäßig befragt, erwartet nur 0,9 Prozent Wachstum. Das Ifo-Institut hatte bereits im Dezember seine Prognose auf 1,1 Prozent gesenkt.

Die Lage am Arbeitsmarkt ist weiterhin gut: Ende 2018 waren 507.000 Personen mehr beschäftigt als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg auf einen neuen Rekordwert von 45,2 Millionen.

Der Handelsblatt Expertencall
Startseite

Mehr zu: Bruttoinlandsprodukt - Deutsche Wirtschaft entgeht nur knapp einer Rezession

0 Kommentare zu "Bruttoinlandsprodukt: Deutsche Wirtschaft entgeht nur knapp einer Rezession"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.