Citigroup-Chefvolkswirt Willem Buiter „China kommt einer Rezession sehr nahe“

Der Chefvolkswirt des US-Bankengiganten Citigroup prognostiziert einen kräftigen Wachstumseinbruch in China: Der Ökonom erwartet für 2016 in der Volksrepublik nur noch 2,5 Prozent Wachstum. Im Interview nennt er die Gründe – und die Folgen.
„Notwendig wäre eine Erhöhung der Staatsausgaben.“ Quelle: Kai Nedden für Handelsblatt
Willem Buiter

„Notwendig wäre eine Erhöhung der Staatsausgaben.“

(Foto: Kai Nedden für Handelsblatt)

FrankfurtNoch nie hat Willem Buiter davor zurückgescheut, auch unliebsame Thesen zu vertreten. Der gebürtige Niederländer hat erst kürzlich eine globale Rezession als sehr wahrscheinlich bezeichnet.

Herr Buiter, wie schlimm ist die wirtschaftliche Lage in China?
Das Wachstum verlangsamt sich drastischer, als viele denken, China kommt einer Rezession sehr nahe. Das Land leidet unter dem massiven Kreditaufbau von Unternehmen und lokalen Kommunen in den vergangenen Jahren. Das Bankensystem ist dadurch gefährdet. Hinzu kommt, dass China riesige industrielle Überkapazitäten als Folge unglaublicher Fehlinvestitionen seit dem Jahr 2008 hat.

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