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Deutscher Außenhandel Export legt zum Jahresbeginn zu

Im Januar hat Deutschland deutlich mehr exportiert als im Vorjahresmonat. Besonders andere EU-Staaten wollen Produkte „Made in Germany“.
Update: 09.03.2018 - 12:24 Uhr Kommentieren
„Made in Germany“  ist weiterhin in den USA gefragt Quelle: dpa
Deutscher Export

„Made in Germany“ ist weiterhin in den USA gefragt.

(Foto: dpa)

WiesbadenDeutschlands Exportwirtschaft ist mit Schwung ins Jahr 2018 gestartet. Im Januar wurden Waren im Wert von 107,1 Milliarden Euro exportiert. Das waren 8,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Besonders stark war die Nachfrage nach „Made in Germany“ in der Europäischen Union. Die Importe stiegen um 6,7 Prozent auf 89,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vormonat sanken Importe und Exporte allerdings um jeweils 0,5 Prozent.

Der Außenhandelsverband BGA bewertete die Ergebnisse dennoch als „Traumstart“ ins neue Jahr. Sorgen bereiten der Branche die von US-Präsident Donald Trump in dieser Woche verhängten Zölle auf Stahl und Aluminium. „Seine Rücksichtslosigkeit auch gegenüber jahrzehntelangen Partnern und seine selektive Wahrnehmung sind dabei erschreckend“, sagte BGA-Präsident Holger Bingmann. Damit verschärfe sich eine sehr heikle Situation. Zugleich mahnte Bingmann: „Entscheidend ist nun, dass wir uns sorgfältig mit unseren Partnern abstimmen und verhindern, dass jetzt eine Lawine ins Rollen kommt.“

Die USA sind der wichtigste Einzelmarkt für Waren „Made in Germany“. Im vergangenen Jahr gingen Waren im Wert von 111,5 Milliarden Euro in das Land. Mit Abstand wichtigster Abnehmer ist allerdings die EU mit Lieferungen im Wert von 750 Milliarden Euro 2017.

Angetrieben von der Erholung der Weltwirtschaft hatte Deutschlands Exportwirtschaft 2017 das vierte Rekordjahr in Folge erzielt. Zuletzt rechnete der BGA auch für 2018 mit neuen Bestmarken.

Nach Einschätzung des Außenwirtschaftschefs des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, sorgt die robuste Lage der Weltwirtschaft und vor allem in den EU-Ländern weiterhin für gute Geschäfte der Exporteure. Angesichts der zunehmenden Handelshemmnisse weltweit sollte die Welthandelsorganisation (WTO) gestärkt werden, forderte Treier. „Eine Eskalation gegenseitiger Strafzölle gilt es auf jeden Fall zu verhindern.“

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  • dpa
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