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Europas Finanzwirtschaft EZB-Ratsmitglied warnt vor gefährlichen Geldströmen

Irlands Notenbank-Gouverneur sieht eine größere Integration der Finanzwirtschaft in Europa skeptisch. Denn diese sei mit neuen Gefahren verbunden. Das EZB-Ratsmitglied verweist insbesondere auf gefährliche Finanzströme.
DEM EZB-Ratsmitglieg zufolge könnten etwa Firmen und Haushalte in schneller wachsenden Ländern in Versuchung kommen, sich stärker zu verschulden – finanziert durch Geldausflüsse aus Staaten mit geringerem Wachstum. Quelle: dpa
EZB in Frankfurt

DEM EZB-Ratsmitglieg zufolge könnten etwa Firmen und Haushalte in schneller wachsenden Ländern in Versuchung kommen, sich stärker zu verschulden – finanziert durch Geldausflüsse aus Staaten mit geringerem Wachstum.

(Foto: dpa)

DublinEine größere Integration der Finanzwirtschaft in Europa ist nach Einschätzung von Irlands Notenbank-Gouverneur Philip Lane mit neuen Gefahren verbunden. Es gebe Risiken, die möglicherweise auch einige neue politische Instrumente nötig machten, sagte er am Mittwoch. Lane, der auch im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sitzt, verwies dabei vor allem auf die Gefahr plötzlicher Störungen des wirtschaftlichen Gleichgewichts, die nur einzelne Länder betreffen würden. Durch solche Schocks entstünden möglicherweise gefährliche Finanzströme.

Lane zufolge könnten etwa Firmen und Haushalte in schneller wachsenden Ländern in Versuchung kommen, sich stärker zu verschulden – finanziert durch Geldausflüsse aus Staaten mit geringerem Wachstum. „Wenn solche Geldflüsse exzessiv werden, könnten sie destabilisierend wirken, wie Mitte der 2000er Jahre Irland und Spanien erfahren mussten“, sagte Lane.

Irland hatte damals Jahre des Finanzbooms erlebt, dem schließlich ein jäher Absturz folgte. Im November 2010 wurde das Land als zweiter Euro-Staat nach Griechenland mit Hilfskrediten vor der Pleite bewahrt. Den Rettungsschirm verließ das Irland dann Ende 2013 wieder. Spanien machte zuletzt längere Zeit eine geplatzte Immobilienblase zu schaffen.

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