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Eurostat Erzeugerpreise in der europäischen Industrie steigen wieder

Die Coronakrise hatte starke Auswirkungen auf die Erzeugerpreise in der EU. Doch eine Trendwende zeichnet sich ab – für die eine Branche maßgeblich verantwortlich ist.
04.08.2020 - 15:07 Uhr Kommentieren
Das Coronavirus hat Europa in die schwerste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg geführt – . Quelle: dpa
Duisburger Hafen

Das Coronavirus hat Europa in die schwerste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg geführt – .

(Foto: dpa)

Brüssel Die Pandemie hat die Erzeugerpreise in der Industrie im Europa weiter fest im Griff. Dennoch stellt die EU-Statistikbehörde Eurostat eine interessante Trendwende fest. Denn im vierten Monat nach den teilweise drastischen Maßnahmen in den 27 Mitgliedsstaaten der EU stiegen im Juni erstmals die Erzeugerpreise in der Industrie gegenüber dem Mai um 0,7 Prozent.

Besonders groß fiel im Euroraum der Preisanstieg im Energiesektor mit 3,1 Prozent aus. Der Energiesektor ist für Trendwende verantwortlich. Denn Verbrauchsgüter gab es hingegen mit einem Minus von 0,1 Prozent sogar einen leichten Preisrückgang. Investitions- und Gebrauchsgüter blieben nahezu unverändert. Das teilte Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Der Index der Erzeugerpreise, die von Eurostat erfasst werden, erfasst die Verkaufspreise ab Werke für alle Produkte, die auf dem inländischen Markt verkauft werden.

Bei einem Vergleich auf Jahresfrist werden jedoch die tiefen Spuren von Covid-19 in der europäischen Industrie überdeutlich. Im Juni fielen die Erzeugerpreise im Energiesektor im Vergleich zum Vorjahresmonat um knapp 13 Prozent.

Weniger stark waren Vorleistungsgüter mit einem Minus von 2,5 Prozent, Investitionsgüter mit minus ein Prozent und Gebrauchsgüter mit minus 1,2 Prozent betroffen. Am stärksten gingen die Erzeugerpreise in der Industrie in den von der Coronakrise besonders betroffenen Ländern wie Belgien, Italien, Spanien und Portugal zurück.

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    Deutschland kam mit einem Minus beim Erzeugerpreisindex auf dem Inlandsmarkt für die Industrie mit einem Rückgang von 1,6 Prozent zum Vorjahresmonat glimpflich davon. Konstante oder leichte steigende Preise wurden in Malta, Slowenien und Luxemburg registriert.

    Stärkster Wirtschaftseinbruch seit 1995

    Erst vor wenigen Tagen verkündete Eurostat düstere Zahlen. So brach das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Währungsraum im zweiten Quartal zum Vorquartal um 12,1 Prozent. Ein so heftiger Rückgang war zuletzt von den Statistikern im Jahr 1995 verzeichnet worden.

    Das Coronavirus hat Europa in die schwerste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg geführt. Erst im Juli hat die EU-Kommission einen Rückgang der Wirtschaft in den 19 Euro-Ländern um 8,7 Prozent für dieses Jahr prognostiziert.

    Damit korrigierte Brüssel seine Prognose nach unten. „Diese Vorhersage zeigt die zerstörerischen ökonomischen Effekte dieser Pandemie“, fügte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni damals. Erst im nächsten Jahr erwartet die Kommission eine Kehrtwende. Demnach soll in der Eurozone die Wirtschaft um 6,1 Prozent steigen, wenn nicht eine zweite Welle der Pandemie alle Schätzungen über den Haufen werfen sollte.

    Mehr: EU-Kommission: Rezession in Europa fällt noch stärker aus als befürchtet

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