Fed-Umfrage Inflationsdruck in den USA

Eine Umfrage bestätigt einen leichten Inflationsdruck in den USA: Unternehmen erwarten in den kommenden Monaten wieder leicht steigende Preise. Das Ziel der Vollbeschäftigung beeinflusst besonders die aktuellen Preise.
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Eine aktuelle Umfrage der Fed bescheinigt für die US-Wirtschaft nur einen leichten Inflationsdruck. Quelle: AP
Preisniveau in den USA

Eine aktuelle Umfrage der Fed bescheinigt für die US-Wirtschaft nur einen leichten Inflationsdruck.

(Foto: AP)

Washington Trotz der Erholung der US-Wirtschaft hält sich der Inflationsdruck einer Fed-Umfrage zufolge weiter in Grenzen. Die Preise seien im Zeitraum zwischen Mitte Februar und Ende März leicht gestiegen, ergab die Umfrage der Zentralbank, deren Ergebnisse am Mittwochabend im sogenannten Beige Book veröffentlicht wurden. Dafür befragen die Notenbanker ihre Kontakte in der Wirtschaft. Demnach erwarten Unternehmen, dass die Preise in den kommenden Monaten leicht bis mittelmäßig steigen werden.

Preisdämpfer und Preistreiber
Inflation im März
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Im März lag die jährliche Inflationsrate im Euroraum bei 1,5 Prozent. Das entspricht einem Rückgang von 0,5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat. In der Europäischen Union ließ die Inflation ebenfalls nach: Im März lag die Rate hier bei 1,6 Prozent, im Februar waren es noch zwei Prozent.

Quelle: EU-Statistikamt Eurostat

Preistreiber, Platz 3: Gemüse
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Stark angestiegen sind im März die Gemüsepreise: Möhren, Gurken, Tomaten und Co. wurden auf das Jahr hochgerechnet ganze 5,8 Prozent teurer. Damit befeuerten sie die Inflation im Euroraum mit 0,08 Prozentpunkten am drittstärksten.

Preistreiber, Platz 2: Flüssigbrennstoffe
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Zu den flüssigen Brennstoffen zählt vor allem Heizöl. Sie erfuhren einen regelrechten Preissprung – ihre jährliche Inflationsrate lag im März bei 20,8 Prozent. Da ist ihre große Wirkung auf die Inflation im Euroraum kaum verwunderlich: Der Inflationsanteil, der von flüssigen Brennstoffen ausging, lag im März bei 0,11 Prozentpunkten.

Preistreiber, Platz 1: Kraftstoff
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Den größten Antriebseffekt auf die Inflation im Euroraum hatten die Kraftstoffpreise, also Benzin und Diesel. Ihr Preis stieg um 13,1 Prozent. Europäische Verbraucher geben anteilig besonders viel für Kraftstoffe aus: Sie befeuerten daher die Inflation im März mit ganzen 0,48 Prozentpunkten – und waren Preistreiber Nummer 1.

Preisdämpfer, Platz 3: Kleidung
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Ein Grund, warum die Inflation im Euroraum zuletzt wieder nachgelassen hat, liegt am preisdämpfenden Einfluss vor allem dreier Produkte. Inflationssenkend wirkten etwa die Preise für Kleidung im Euroraum. Ihre Auswirkung auf die Gesamtinflationsrate betrug im März –0,05 Prozentpunkte. Der hohe Einfluss liegt zum einen daran, dass für viele Europäer Shoppen ein wichtiger Ausgabenfaktor darstellt. Zum anderen sind die Preise für Klamotten im März nur vergleichsweise gering angestiegen: um 0,4 Prozent.

Preisdämpfer, Platz 2: Pauschalreisen
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Der Strand ruft: Pauschalreisen sind im März aufs Jahr hochgerechnet nicht teuer geworden, sondern sogar günstiger. Ihre Inflationsrate betrug im März –3,9 Prozent. Damit liegt sie weit unter der des Euroraums (1,5 Prozent). So erklärt sich auch die stark dämpfende Auswirkung auf die Gesamtinflation (–0,09 Prozentpunkte).

Preisdämpfer, Platz 1: Telekommunikation
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Die Liberalisierung des europäischen Telekommunikationsmarkts zeigt Wirkung: Die Kosten für Telefonate und Datenpakete sind im März weiter gesunken. Die Preise für Telekommunikation fielen im Euroraum unterm Strich um –1,4 Prozent. Da Verbraucher relativ viel Geld für's Telefonieren und Surfen ausgeben, beeinflusst der Smartphone-Boom auch die Inflationsrate. Die Telekommunikation drückte die Gesamtinflation um –0,09 Prozentpunkte. Die Dämpfung war damit ähnlich stark wie die der Pauschalreisen, für die Verbraucher jedoch weniger Geld ausgeben.

Die Fed hat sich zum Ziel gesetzt, in den USA für Vollbeschäftigung zu sorgen und die Teuerungsrate auf zwei Prozent klettern zu lassen. Um eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden, wollen die Währungshüter die Zinsen in diesem Jahr mehrmals anheben. Der Konjunkturaufschwung macht sich auch bei der Suche nach Arbeitskräften bemerkbar, wie die Erhebung weiter ergab.

So haben viele Unternehmen inzwischen Probleme, selbst Stellen zu besetzen, für die nur eine niedrige Qualifikation nötig ist. Die US-Arbeitslosenquote ist mit 4,5 Prozent auf einem langjährigen Tiefpunkt angelegt. Zudem wächst die Zahl der Stellen schneller als die Bevölkerung im Erwerbsalter. Die Inflation lag zuletzt bei 2,4 Prozent.

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