Claus Michelsen

Claus Michelsen wird der neue Konjunkturchef des DIW.

(Foto: Copyright DIW Berlin / Florian Schuh)

Forschungsinstitut Claus Michelsen wird der neue Konjunkturchef beim DIW

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung bekommt mit Claus Michelsen einen neuen Konjunkturchef. Und der will einiges anders machen.
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Claus Michelsen ist jung, gilt als forschungsstark – und er kommt aus den eigenen Reihen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat sich bei der Ernennung des neuen Konjunkturchefs für einen langjährigen Mitarbeiter entschieden. Volkswirt Michelsen, 37 Jahre alt, tritt die Nachfolge von Ferdinand Fichtner an, der als Professor an die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin wechselt.

Hinter dem Institutschef Marcel Fratzscher wird Michelsen damit der zweitwichtigste Mann am DIW, zuständig unter anderem für die Arbeit an der prestigeträchtigen Gemeinschaftsdiagnose der Forschungsinstitute im Auftrag der Bundesregierung. Als Mitarbeiter der Abteilung Konjunkturpolitik hat Michelsen bereits seit 2013 für die DIW-Konjunkturprognosen die Investitionen geschätzt.

„Claus Michelsen ist ein exzellenter Wissenschaftler, der im Bereich Investitionen erfolgreich publiziert hat“, begründete DIW-Chef Fratzscher die Wahl. Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften sind wichtig für Institute wie das DIW, die von der Leibniz-Gemeinschaft gefördert werden.

Die Schwerpunkte von Michelsens wissenschaftlicher Arbeit lagen auf der Wohnungspolitik, dem Immobilienmarkt und der Energieeffizienz. Er selbst kam von der Universität Halle zum DIW, wo er 2013 mit einer Arbeit über „grüne Immobilieninvestitionen“ promovierte.

Michelsen, geboren in Hannover, will die Arbeit der Konjunkturabteilung stärker als bisher auf die „realwirtschaftlichen“ Aspekte konzentrieren – und die monetären, geldpolitischen Aspekte der makroökonomischen Abteilung überlassen. Unter seinem Vorgänger Fichtner, der wie Fratzscher von der Europäischen Zentralbank zum DIW kam, war das stärker vermischt.

Mehr als bisher soll die Abteilung ihre Analysen auf die Betrachtung des Kalküls der Bürger und Unternehmen stützen, wenn sie Investitionen, Konsum und Ersparnis voraussagen.

„Wir werden verstärkt auf Big Data setzen“, kündigt Michelsen außerdem an. Dazu werde zum Beispiel die Analyse von Mediendaten gehören.

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