Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

GfK-Index Deutsche erwarten stärkere Konjunktur

Die Konjunkturerwartungen der Deutschen steigen so stark wie seit neun Jahren nicht mehr. Das wirkt sich auch auf die Kauflaune der Verbraucher aus.
26.11.2019 - 08:45 Uhr Kommentieren
GfK-Index: Konsumlaune der Verbraucher hellt sich wieder auf Quelle: dpa
Konsum

In der Vorweihnachtszeit nimmt der Konsum der Deutschen zu.

(Foto: dpa)

Nürnberg Die Verbraucher in Deutschland gehen positiv gestimmt in die Vorweihnachtszeit. In seinem monatlich ermittelten Konsumklimaindex sagt das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK für Dezember einen leichten Anstieg um 0,1 Zähler auf 9,7 Punkte voraus. Im Vormonat war der Wert um 0,2 Zähler auf 9,6 Punkte zurückgegangen.

Zwar sei das Konsumklima damit etwas schwächer als im gleichen Vorjahreszeitraum, doch vor allem die konjunkturelle Entwicklung schätzten die Bürger deutlich positiver ein als noch vor einem Monat. Die Verbraucher hätten „durch ihre ausgesprochen gute Konsumlaune maßgeblich dazu beigetragen, dass im dritten Quartal eine Rezession in Deutschland verhindert werden konnte“, erklärte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl am Dienstag in Nürnberg.

Mit einem Plus um 15,5 Zähler innerhalb eines Monats sei der Anstieg bei der Konjunkturerwartung so stark wie seit über neun Jahren nicht mehr, so die GfK. Damals war der Indikator nach der Rezession von 2009 innerhalb eines Monats um fast 33 Zähler gestiegen. Mit jetzt 1,7 Punkten liege der Wert wieder leicht über seinem langjährigen Durchschnittswert von null Punkten.

Dazu beigetragen habe auch die leichte Deeskalation im Handelsstreit durch den vorläufigen Verzicht der USA auf eine Anhebung von Zöllen für Importe aus der Europäischen Union. Außerdem werde die Beschäftigung trotz der Meldungen über Stellenabbau und Kurzarbeit nach wie vor als stabil erwartet, so Bürkl.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Im Schlepptau der optimistischeren Konjunkturaussichten habe sich bei den Bundesbürgern auch die Erwartung an ihre künftige finanzielle Lage spürbar verbessert. Der Indikator Einkommenserwartung kompensiert nahezu vollständig seine Vormonatsverluste und gewinnt 6,5 Zähler auf nun 45,5 Punkte zu.

    GfK-Forscher: „Einzelhandel kann sich auf Rekordumsätze freuen“

    Stärkere Kaufkraft der Verbraucher

    Zusätzlichen Rückenwind erhalte die Einkommenserwartung von der gesunkenen Teuerungsrate. So ging nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Oktober die Inflationsrate auf 1,1 Prozent zurück, nach 1,2 beziehungsweise 1,4 Prozent im September und im August. Sinkende Inflationsraten stärken die Kaufkraft der Verbraucher.

    Auch die Neigung der Verbraucher zu größeren Anschaffungen habe ihr sehr hohes Niveau im November gehalten, wenn auch dieser Indikator geringe Einbußen um 1,7 Zähler auf aktuell 50 Punkte hinnehmen müsse, so Bürkl.

    Verstärkt werde die Konsumlaune, weil die Alternative Sparen durch die weitere Verschärfung der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) noch weniger attraktiv werde. „Die Diskussion um Negativzinsen auch bei Privatanlegern wird noch mehr Konsumenten veranlassen, ihr Geld lieber für Anschaffungen auszugeben als auf die Bank zu tragen“, sagte Bürkl. Er mache sich jedoch Sorgen um die Altersvorsorge vieler Deutscher. „Jetzt müsste man eigentlich noch mehr Geld zurücklegen, um einigermaßen im Alter gewappnet zu sein.“

    Der Handel könne angesichts der Kauffreudigkeit der Bundesbürger mit einigem Optimismus auf das anstehende Weihnachtsgeschäft blicken. Der Einzelhandel verzeichne mit einem Umsatzplus in den ersten neun Monaten dieses Jahres um real 3,1 Prozent laut dem Statistischen Bundesamt bereits bisher ein recht erfolgreiches Jahr.

    Im dritten Quartal 2019 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) entgegen der Erwartung der meisten Ökonomen um 0,1 Prozent zum Vorquartal zu. Damit entging Deutschland knapp einer „technischen Rezession“, von der Volkswirte bei zwei aufeinanderfolgenden Quartalen mit sinkender Wirtschaftsleistung sprechen. Für das Gesamtjahr 2019 gehen die diversen Prognosen von etwa 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum aus - nach 1,5 Prozent im Jahr 2018.

    Mehr: Die Stimmung in den Chefetagen ist zwar weiterhin schlecht, zeigt der Ifo-Index. Aber in der Industrie rechnen wieder mehr Firmen mit Besserung in naher Zukunft.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: GfK-Index - Deutsche erwarten stärkere Konjunktur
    0 Kommentare zu "GfK-Index: Deutsche erwarten stärkere Konjunktur"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%