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GfK Verbraucherstimmung bleibt stabil, aber die Rezessionsgefahr steigt spürbar

Das Konsumklima-Barometer der Nürnberger Marktforscher GfK bleibt stabil. Allerdings sind die Konjunkturerwartungen so negativ wie seit drei Jahren nicht mehr.
Update: 26.02.2019 - 10:24 Uhr Kommentieren
GfK: Konsumklima bleibt stabil, aber Rezessionsgefahr gestiegen Quelle: dpa
Konsumklimastudie

Das Konsumklima-Barometer des Marktforschungsunternehmen GfK verharrt bei 10,8 Punkten.

(Foto: dpa)

Berlin Auch die aktuell schwächelnde Wirtschaft kann die Deutschen in ihrer Konsumlaune nicht beeindrucken. „Während sich die Konjunkturerwartung der Verbraucher weiter abschwächt, bleiben die eigenen Einkommenserwartungen auf sehr hohem Niveau“, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit. In ihrer monatlichen Studie prognostiziert die GfK daher für März einen zum Vormonat unveränderten Konsumklimawert von 10,8 Punkten.

„Die Schere zwischen Konjunktur- und Einkommenserwartung hat sich im Februar weiter geöffnet“, sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. So habe der Konjunkturindikator im Februar weitere 6,5 Zähler eingebüßt und sei damit zum fünften Mal in Folge auf jetzt 4,2 Punkte gesunken.

Im Vergleich zum Vorjahr habe der Indikator damit mehr als 40 Punkte verloren. Aus Sicht der Konsumenten habe die Gefahr zugenommen, dass die deutsche Wirtschaft weiter an Schwung verliert.

Doch trotz des konjunkturellen Gegenwindes kann sich die Einkommenserwartung der Studie zufolge bemerkenswert gut behaupten. Der Indikator bleibt mit 60,0 Punkten im Vergleich zum Vormonat nahezu unverändert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von sechs Punkten.

Der Grund für das Auseinanderklaffen von Einkommensaussichten und Konjunkturerwartungen sei die derzeit „exzellente“ Verfassung des Arbeitsmarkts. Die Erwerbstätigkeit nehme weiter zu, in einigen Branchen herrsche Fachkräftemangel.

Dieser sehr hohe Beschäftigungsstand führe zu real steigenden Löhnen und Gehältern, von denen auch die Rentner profitierten. „Trotz des rauer gewordenen wirtschaftlichen Umfelds gehen die Verbraucher davon aus, dass sich ihre Einkommen auch künftig positiv entwickeln werden“, betonte Bürkl.

Die Anschaffungsneigung nahm der Studie zufolge im Februar um vier Zähler auf 53,6 Punkte ab. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein kleines Minus von knapp drei Punkten. Das anhaltend hohe Niveau belege, dass die Konsumlaune der Deutschen nach wie vor intakt sei, sagte Bürkl. Hinzu komme, dass die Sparneigung wieder spürbar gesunken sei. Angesichts sehr niedriger Zinsen sei das Sparen keine attraktive Alternative.

„Gefährlich wird es für die Einkommenserwartungen dann, wenn unter den Beschäftigten die Angst umgeht, dass sie ihren Job verlieren könnten“, mahnte der Fachmann. Für Deutschland als stark exportorientiertes Land seien der Handelsstreit mit den USA und der unklare Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union sehr sensible Themen.

„Wenn die Beschäftigten in Industrien wie Auto, Maschinenbau oder Chemie dadurch verunsichert werden, dass es wegen verschlechterter Exportaussichten zu einem Arbeitsplatzabbau kommen kann, dann wird es auch für das Konsumklima zum Problem“, betonte Bürkl.

Die GfK-Studie basiert auf monatlich rund 2000 Verbraucherinterviews im Auftrag der Europäischen Union. Das Konsumklima bezieht sich nicht nur auf die Ausgaben im Einzelhandel, sondern umfasst auch Mieten, Reisen und Gesundheit.

  • rtr
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