Handelsstreit ohne Auswirkungen US-Arbeitsmarkt boomt – Firmen schaffen verstärkt neue Stellen

Der Handelsstreit mit China und der EU hat bisher keine Auswirkungen auf den US-Arbeitsmarkt, stellt aber langfristig eine Bedrohung dar.
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Der Arbeitsmarkt boomt derzeit, doch der Handelsstreit schwebt wie ein Damoklesschwert über den positiven Zahlen. Quelle: AFP
Vereinigte Staaten

Der Arbeitsmarkt boomt derzeit, doch der Handelsstreit schwebt wie ein Damoklesschwert über den positiven Zahlen.

(Foto: AFP)

WashingtonUS-Firmen haben im Juli überraschend viele neue Stellen geschaffen. Insgesamt kamen 219.000 Mitarbeiter hinzu, wie der Personaldienstleister ADP am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem Plus von 185.000 gerechnet, nachdem es im Vormonat noch eine Zunahme um 181.000 gegeben hatte.

„Der Arbeitsmarkt boomt“, sagte der Chefökonom von Moody's Analytics, Mark Zandi. Steuersenkungen und steigende Staatsausgaben würden dazu beitragen. Der Zollstreit mit China, der EU und anderen Handelspartnern wirke sich unter dem Strich zwar noch nicht auf den Arbeitmarkt aus. „Aber die multinationalen Unternehmen haben im vergangenen Monat Arbeitsplätze verloren“, so Zandi. „Das deutet auf die Bedrohung hin.“

Am Freitag steht der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung an, der neben den Jobs in der Privatwirtschaft auch staatliche Stellen erfasst. Fachleute rechnen damit, dass 220.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Die US-Notenbank erhöhte angesichts der guten Arbeitsmarktlage zuletzt Mitte Juni ihren Leitzins auf die Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent. Sie signalisierte für das zweite Halbjahr zwei weitere Zinsschritte nach oben, doch dürfte sie bei ihrer Entscheidung am Abend noch keine Veränderung vornehmen.

  • rtr
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