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Handelsstreit US-Regierung erwägt offenbar Lockerung der Strafzölle auf China-Importe

Die USA wollen China scheinbar mit einem neuen Vorschlag zu Zugeständnissen im Handelsstreit bewegen. Die US-Märkte reagieren euphorisch.
Update: 18.01.2019 - 04:38 Uhr Kommentieren
Die beiden Großmächte könnten sich wieder annähern. Quelle: dpa
USA und China

Die beiden Großmächte könnten sich wieder annähern.

(Foto: dpa)

Düsseldorf, New York Medienberichten zufolge erwägt die US-Regierung, die Strafzölle auf chinesische Einfuhren zu lockern. Dem „Wall Street Journal“ und CNBC zufolge sollen mit der Maßnahme die Aktienmärkte beruhigt und China zu Zugeständnissen im Handelsstreit bewegt werden.

Finanzminister Steve Mnuchin soll einen entsprechenden Vorschlag vorgelegt haben, berichtete das „Wall Street Journal“. Unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen hieß es, es könnte bei der Lockerung um einige oder alle Zölle gehen. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer lehne diese Idee jedoch ab. Der Vorschlag sei US-Präsident Donald Trump noch nicht vorgelegt worden.

Ein Sprecher des Finanzministeriums dementierte den Bericht und erklärte der Zeitung gegenüber: „Weder Minister Mnuchin noch Botschafter Lightizer haben in Bezug auf die Zölle oder andere Bestandteile der Verhandlungen mit China irgendjemandem Vorschläge unterbreitet.“

Die Nachricht beflügelte die US-Börsen am Donnerstagabend. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent höher bei 24.370 Punkten.

Die nächste Verhandlungsrunde zum Handelsstreit zwischen der amerikanischen und chinesischen Delegation soll am 30. Januar stattfinden. Chinas Vize-Ministerpräsident Liu He wird nach Washington reisen, wo er mit Mnuchin und Lightizer zusammentreffen soll.

Bisher hatte die US-Regierung unter Präsident Trump einen harten Kurs gegenüber der Regierung in Peking gefahren. Die USA hatten im vergangenen Jahr Strafzölle auf Einfuhren im Gesamtwarenwert von 250 Milliarden Dollar erhoben, rund die Hälfte aller Importe aus China. Zum 1. Januar sollten die Zölle auf 25 Prozent angehoben werden, die Amerikaner setzten diesen Schritt jedoch zunächst aus.

China soll vor allem dazu bewegt werden, sich weiter dem Westen zu öffnen und das Ungleichgewicht beim Warenexport zu verringern. Trump hatte für seine harte Linie von Ökonomen und Unternehmen Unterstützung erfahren. Tatsächlich hat die Regierung in Peking nach Monaten der Gegensanktionen im Dezember erste eigene Strafzölle sowie die Ausfuhrquote gesenkt und sich damit auf die USA zubewegt.

Der Konflikt zwischen den Großmächten belastet weltweit die Aktienmärkte, da im Rahmen des Streits exportlastige Unternehmen unter der Unsicherheit sowie den Zöllen direkt zu leiden haben. Chinas Wirtschaftswachstum kühlte sich zuletzt spürbar ab.

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