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HDE-Konjunkturbarometer Die Stimmung der deutschen Verbraucher steigt

Trotz Türkei-Krise und Handelsstreits: Das HDE-Konsumbarometer legt wieder zu. Der robuste Arbeitsmarkt schiebt die Nachfrage der Verbraucher an.
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In Deutschland ist der private Konsum seit vier Jahren der wichtigste Wachstumstreiber. Quelle: imago/Ralph Peters
Kauflaune

In Deutschland ist der private Konsum seit vier Jahren der wichtigste Wachstumstreiber.

(Foto: imago/Ralph Peters)

DüsseldorfDeutschlands Verbraucher lassen sich von den globalen Turbulenzen nicht verschrecken. Trotz Türkei-Krise, eskalierenden Handelsstreits zwischen den USA und China und der wachsenden Wahrscheinlichkeit eines ungeordnetes Brexits wollen sie in den kommenden Monaten wieder mehr konsumieren. Das signalisiert das HDE-Konsumbarometer, das monatlich vom Handelsblatt Research Institute für den Handelsverband HDE berechnet wird.

Für Oktober notierte das Barometer nun bei 100,49 Zählern und damit 0,51 Punkte über dem Niveau des Vormonats. Der Index signalisiert, wie sich der Konsum in den kommenden drei Monaten entwickeln wird.

Im Vergleich zum Vormonat zogen vor allem die Konjunkturerwartungen der befragten Verbraucher spürbar an. Zudem verringerten sich die Sorgen vor steigenden Zinsen.

Dämpfend wirkten dagegen die anziehenden Preise, die sich vor allem an den Tankstellen in den letzten Wochen deutlich bemerkbar machten.

Arbeitsmarkt brummt

Laut Statistischem Bundesamt schnellte die Inflation im September auf 2,3 Prozent, den höchsten Stand seit 2011. Neben Energie waren vor allem teurere Nahrungsmittel für den Preisschub verantwortlich. Im Euro-Raum betrug die Inflation 2,1 Prozent; sie liegt damit bereits den fünften Monat in Folge nahe am EZB-Ziel von knapp zwei Prozent. Vergangene Woche hatte EZB-Chef Mario Draghi für Aufsehen gesorgt, als er von einer „relativ starken“ Zunahme einzelner Inflationskomponenten sprach.

In Deutschland ist der private Konsum seit vier Jahren der wichtigste Wachstumstreiber. Seine wichtigste Stütze ist der robuste Arbeitsmarkt. Wie die Bundesagentur für Arbeit am Freitag mitteilte, sank die Arbeitslosigkeit im September spürbar. Saisonbereinigt war der Rückgang um 23.000 Personen der stärkste im laufenden Jahr. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote sank auf 5,1 Prozent.

„Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setzt ihren Wachstumskurs fort, und die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen hat wieder angezogen“, sagte BA-Chef Detlef Scheele. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank im September kräftig auf nunmehr 789.000 Männer und Frauen.

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Laut Herbstgutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute wird die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt anhalten; im Jahr 2020 dürfte die Arbeitslosenquote nur noch 4,5 Prozent im Jahresdurchschnitt betragen. In einzelnen Monaten könnte die Marke von zwei Millionen Arbeitslosen gar durchbrochen werden.

Trotz der guten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die Stimmung im Einzelhandel gedämpft. Für das laufende Jahr rechnen 45 Prozent der Einzelhändler mit rückläufigen Umsätzen, nur 36 Prozent mit einem Umsatzplus. Die Schere zwischen großen und kleinen Unternehmen klafft dabei weit auseinander.

Kleine Händler erwarten Einbußen

Während große Händler mit mehr als 100 Beschäftigten für 2018 überwiegend mit einem Umsatzplus rechnen, erwarten kleine Händler mit weniger als fünf Beschäftigten ganz überwiegend Einbußen. Dabei spielen die kleinen Händler für das Stadtbild nach wie vor eine große Rolle: Sie stehen zwar nur für zehn Prozent des Umsatzes, aber für 54 Prozent der Standorte.

Verantwortlich für den Rückgang der Kundenzahlen ist nach Einschätzung des HDE-Hauptgeschäftsführers Stefan Genth nicht nur die wachsende Bedeutung des Onlinehandels. Im Supersommer 2018 hätten auch die hohen Temperaturen den Verbrauchern die Laune am Shopping verdorben. „Bei 38 Grad macht ein Einkaufsbummel keinen Spaß.“

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