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HDE-Konsumbarometer 2019 dürfte das vorerst letzte Rekordjahr gewesen sein

Die Rezession in der Industrie schlägt sich auf den Arbeitsmarkt durch. Die schlechten Konjunkturdaten drücken auch die Stimmung der Konsumenten.
06.01.2020 - 04:00 Uhr Kommentieren
Konsumbarometer: Konjunkturdaten drücken Stimmung der Konsumenten Quelle: dpa
Einkaufstüten

Bereits im Weihnachtsgeschäft hatte der Einzelhandel die Zurückhaltung der Verbraucher gespürt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Deutschlands Verbraucher wollen zum Jahresstart ihre Gürtel etwas enger schnallen. Das signalisiert das HDE-Konsumbarometer, das das Handelsblatt Research Institute monatlich für den Handelsverband HDE berechnet.

Für Januar rutschte das Barometer auf 99,18 Zähler ab und notiert damit auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung vor drei Jahren. Vor allem die Einkommenserwartungen und die Anschaffungsneigung der Verbraucher sanken spürbar.

Das Barometer ist in die Zukunft gerichtet und sagt die Entwicklung des privaten Konsums in den kommenden drei bis sechs Monaten voraus. Nun wird deutlich, dass die Rezession in der Industrie allmählich auf den Arbeitsmarkt durchschlägt. Im Dezember waren 2,23 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos – 18.000 mehr als Ende 2018.

„Der Arbeitsmarkt hat sich auch zum Jahresende weitestgehend stabil gezeigt. Spuren der konjunkturellen Schwächephase sind aber erkennbar“, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) Detlef Scheele. Saisonbereinigt stieg die Arbeitslosigkeit leicht um 8000 Personen an. Insgesamt stagniert der Arbeitsmarkt seit dem Sommer.

Kurz vor Weihnachten hatte es Hoffnungen gegeben, dass der Konjunkturabschwung sich seinem Ende nähern könnte, da das Ifo-Geschäftsklima seit einigen Monaten im Trend steigt und im Dezember einen Satz nach oben gemacht hatte. Doch ungeachtet dessen fährt eine Vielzahl von Industrieunternehmen bereits Kurzarbeit oder plant dies in Kürze.

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Im Dezember stieg die Kurzarbeit in der Industrie auf den höchsten Stand seit 2010. Fast jedes sechste Unternehmen rechnete damit, in den kommenden drei Monaten in Kurzarbeit zu gehen. Auch die Verbraucher scheinen keine rasche Besserung zu erwarten und halten sich daher mit größeren Anschaffungen zurück. Überdies dürfte es für die meisten von ihnen 2020 keine nennenswerten Gehaltssprünge wie in den zurückliegenden Boomjahren geben.

Bereits im Weihnachtsgeschäft hatte der Einzelhandel die Zurückhaltung der Verbraucher gespürt. „Die Zufriedenheitswerte mit dem Weihnachtsgeschäft gaben in dieser Woche deutlich nach“, teilte der HDE nach dem vierten Adventswochenende mit.

Dennoch dürfte das abgelaufene Jahr 2019 mit einem Umsatzplus von rund drei Prozent ein erneutes Rekordjahr für den Einzelhandel gewesen sein – womöglich wird es jedoch das vorerst letzte Rekordjahr gewesen sein. Zumindest die Zuwächse dürften sich 2020 verlangsamen. Die moderaten Steuerentlastungen zum Jahresbeginn sind daher eine willkommene Stütze für den privaten Konsum und den Einzelhandel.

Mehr: Der Chef des Handelsverbands Stefan Genth fordert klare Regeln für offene Geschäfte an Sonntagen. Mit ihrem Widerstand täten sich die Gewerkschaften keinen Gefallen.

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