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HDE-Konsumbarometer Deutsche Verbraucher misstrauen der aktuellen Wirtschaftslage

Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt haben negative Einflüsse auf den Einzelhandel: Verbraucher geben weniger aus – Erholung nicht absehbar.
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Die verhaltene Stimmung der Verbraucher führte zu einem Fehlstart des deutschen Handels in das zweite Quartal. Quelle: dpa
Einkauf im Einzelhandel

Die verhaltene Stimmung der Verbraucher führte zu einem Fehlstart des deutschen Handels in das zweite Quartal.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDeutschlands Verbraucher bleiben vorsichtig. Das signalisiert das HDE-Konsumbarometer. Zwar setzte sich der Einbruch aus dem Monat Mai nicht weiter fort, doch eine echte Gegenbewegung blieb ebenfalls aus, sodass der Index für Juni mit 100,03 Zählern nahezu auf Vormonatsniveau verharrte.

Das Konsumbarometer wird monatlich vom Handelsblatt Research Institute für den Handelsverband HDE berechnet. Es basiert auf einer repräsentativen Verbraucherbefragung und sagt die Konsumentwicklung der kommenden drei Monate voraus. Die deutsche Wirtschaft stagniert bereits seit dem vergangenen Sommer.

Echte Anzeichen für eine baldige Erholung gibt es nicht. Bislang galt dank der ordentlichen Lohnzuwächse und des stabilen Arbeitsmarkts der private Konsum als wichtigste Stütze der Binnenkonjunktur. So waren die Tarifverdienste im 1. Quartal 2019 um durchschnittlich 2,6 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Die Erwerbstätigkeit lag bei etwas mehr als 45 Millionen und damit rund ein Prozent höher als im Winter 2018.

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Doch in den vergangenen Tagen mehrten sich die Signale, dass der Arbeitsmarktboom sich dem Ende zuneigen könnte. So häuften sich nicht nur Meldungen über Arbeitsplatzabbau in einigen Großunternehmen. Auch verschiedene Frühindikatoren wiesen auf einen bestenfalls noch stagnierenden Arbeitsmarkt hin. „Auf dem Arbeitsmarkt zeigen sich erste Auswirkungen der zuletzt etwas schwächeren konjunkturellen Entwicklung“, räumte schließlich auch der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, ein.

Diese Entwicklung spiegelt sich ebenfalls im HDE-Barometer wider. Die Einkommenserwartungen der befragten Verbraucher stagnieren und sind heute geringer als zum Jahreswechsel. Und die Konjunkturerwartungen rutschen für den Monat Juni auf den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung im Herbst 2016.

Die verhaltene Stimmung der Verbraucher führte zu einem Fehlstart des deutschen Einzelhandels in das zweite Quartal. Im April sanken die Umsätze real um zwei Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt mit. Bankvolkswirte hatten im Schnitt einen leichten Anstieg erwartet.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat setzten die Händler jedoch real vier Prozent mehr um. Positiv auf die Umsatzentwicklung wirkte sich dabei laut Statistischem Bundesamt der späte Termin der Osterfeiertage aus. Der Umsatz mit Lebensmitteln und Getränken legte real um 8,2 Prozent zu.

Mehr: Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich deutlich verlangsamt.

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