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Anschaffungsneigung

Das HDE-Konsumbarometer sackt für Januar auf ein Allzeittief.

(Foto: dpa)

HDE-Konsumbarometer Konsumenten werden wegen Brexit und Handelskonflikt skeptisch

Die schlechte Stimmung in der Wirtschaft schwappt auf die Verbraucher über. Die Konsumstimmung sinkt auf ein Zwei-Jahres-Tief.
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Düsseldorf Schlechte Wirtschaftsnachrichten gab es zuletzt zuhauf: der globale Handelskonflikt, der drohende Brexit, Gewinnwarnungen großer Konzerne und die einknickenden Börsenkurse. Daher verwundert es kaum, dass nun auch die Konjunkturerwartungen der Verbraucher einbrechen und damit ihre Anschaffungsneigung für die kommenden drei Monate kräftig zurückgeht. Und so sackt das HDE-Konsumbarometer für Januar auf ein Allzeittief.

Das Barometer wird seit zwei Jahren vom Handelsblatt Research Institut für den Einzelhandelsverband HDE monatlich berechnet. Es setzt sich aus mehreren Einzelindikatoren zusammen und sagt die Entwicklung des privaten Konsums in den kommenden drei Monaten voraus. Im Januar ging der Index den zweiten Monat in Folge auf nunmehr 99,30 Zählern zurück. Er notiert damit auch deutlich niedriger als zum Jahresstart 2018.

Als wichtigste Stütze des privaten Konsums gilt nach wie vor der robuste Arbeitsmarkt. Im abgelaufenen Jahr 2018 sank die Arbeitslosenzahl bereits das fünfte Jahr in Folge auf nunmehr 2,34 Millionen, wie der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, am Freitag mitteilte.

Im Dezember ging unter Herausrechnung der Saisonschwankungen die Arbeitslosigkeit um 14.000 im Vergleich zum Vormonat zurück. Alle Konjunkturforscher gehen davon aus, dass die Arbeitslosigkeit 2019 weiter sinken und die Erwerbstätigkeit weiter zulegen dürfte, wenn auch mit etwas geringerem Tempo als noch 2018.

Die guten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sowie die dieses Jahr anstehenden Tarifrunden für 7,3 Millionen Beschäftigte führen dazu, dass die Konsumenten ihre eigene Einkommenserwartung bislang nicht zurückgeschraubt haben. Diese blieben über den Jahreswechsel nahezu unverändert und sind deutlich höher als zum Start des Jahres 2018.

Einen Dämpfer gab es hingegen bei der Anschaffungsneigung. Sie sackte im Januar deutlich ab und notiert jetzt auf dem Niveau des Vorjahresmonats.

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