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HDE-Konsumbarometer Stimmung bei Verbrauchern trübt sich ein

Der Abschwung mindert das Vertrauen der Konsumenten: Sie schieben größere Anschaffungen lieber auf – ein Zeichen für wachsende Skepsis.
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Bisher hatten die Verbraucher noch positiv in die Zukunft geschaut. Quelle: Photolibrary/Getty Images
Konsumlaune

Bisher hatten die Verbraucher noch positiv in die Zukunft geschaut.

(Foto: Photolibrary/Getty Images)

Berlin Nicht nur die Unternehmen, auch die Konsumenten in Deutschland blicken mittlerweile recht pessimistisch in die Zukunft. Darauf deutet das aktuelle Konsumbarometer, das das Handelsblatt Research Institute einmal monatlich für den Handelsverband Deutschland (HDE) erstellt. Der Index ist im August erstmals seit drei Monaten wieder unter 100 Punkte gefallen – und beträgt nun nur noch 99,7 Zähler. Das kleine Zwischenhoch der vergangenen Monate ist damit beendet. In den Index fließen Einschätzungen von 2000 Befragten ein.

Grund für den Rückgang ist vor allem die sogenannte Anschaffungsneigung: Deutlich weniger Befragte als zuvor halten es derzeit für sinnvoll, größere Käufe zu tätigen – ein klares Zeichen für wachsende Skepsis. Zwar hatten die Konsumenten die allgemeine konjunkturelle Lage in Deutschland schon zuletzt zunehmend pessimistisch eingeschätzt. Doch was ihr eigenes künftiges Einkommen angeht, waren sie lange zuversichtlich geblieben. Aber auch das ändert sich nun, der entsprechende Teilindex sank ebenfalls.

Tatsächlich mehren sich die Zeichen, dass der Arbeitsmarkt nicht mehr immun ist gegen den wirtschaftlichen Abschwung und die Unsicherheit, wie sich die Weltwirtschaft – angesichts der ungelösten Handelsstreitigkeiten – weiter entwickelt: So ist die Arbeitslosigkeit im Juli leicht auf 5,0 Prozent gestiegen. Viele Konzerne – vor allem aus der Autoindustrie – kündigten zuletzt massive Stellenstreichungen an. Die Stimmung bei den Unternehmen trübt sich derzeit empfindlich ein, wie der immer weiter sinkende Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt.

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Der bislang so robuste Arbeitsmarkt verliere an Fahrt, konstatierte Claus Michelsen, Konjunkturchef beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), „keine guten Aussichten für das laufende Quartal“. Laut DIW könnte die Wirtschaftsleistung im dritten Vierteljahr 2019 sogar leicht sinken. Schon für das zweite Quartal, für das offizielle Zahlen noch fehlen, setzen Konjunkturexperten nur ein Nullwachstum an. Damit bleibt die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland weiter schwächer als im Durchschnitt der Euro-Zone.

Mehr: Wirtschaftsdaten zeigen: Es gibt kaum mehr einen Zweifel daran, dass sich die Konjunktur im Abschwung befindet. Mehr noch: Es droht eine Rezession. Doch noch gibt es Instrumente dagegen.

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