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HDE-Konsumbarometer Vieles spricht dafür, dass 2020 ein weiteres Rekordjahr für den Einzelhandel wird

Das HDE-Konsumbarometer steigt im September den vierten Monat in Folge. Auch andere wichtige Indikatoren zeigen eine Konjunkturerholung an.
04.09.2020 - 12:41 Uhr Kommentieren
In den ersten sieben Monaten des Jahres setzten die Einzelhändler in Deutschland bereits real 2,6 Prozent mehr um als im Vorjahr. Quelle: dpa
Europapassage in Hamburg

In den ersten sieben Monaten des Jahres setzten die Einzelhändler in Deutschland bereits real 2,6 Prozent mehr um als im Vorjahr.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Stimmung der Konsumenten in Deutschland hat sich weiter verbessert. Das HDE-Konsumbarometer für September legte erneut zu und hat sich damit von seinem Tiefstand im Mai weiter entfernt. Allerdings fiel der Zuwachs mit 0,2 Punkten auf nunmehr 98,34 Zähler deutlich geringer als in den Vormonaten aus.

Das Barometer wird monatlich vom Handelsblatt Research Institute (HRI) für den Handelsverband HDE berechnet. Es basiert auf einer repräsentativen Verbraucherbefragung, setzt sich aus mehreren Teilkomponenten zusammen und sagt die Entwicklung des privaten Konsums in den kommenden Monaten voraus.

Mit dem Plus den vierten Monat in Folge entspricht das Konsumbarometer der Entwicklung anderer wichtiger Konjunkturindikatoren für Deutschland. So ist das Ifo-Geschäftsklima ebenfalls viermal in Folge gestiegen, die Frühindikatoren für den Arbeitsmarkt sagen einen Rückgang der Kurzarbeit voraus und prognostizieren erste Neueinstellungen, und der am Freitag veröffentlichte Auftragseingang der Industrie weist weiter nach oben, auch wenn das Plus im Juli mit 2,8 Prozent merklich schwächer als in den Vormonaten ausfiel.

„Füllen sich die Auftragsbücher, ist das auch eine gute Nachricht für all diejenigen Arbeitnehmer, die von Kurzarbeit betroffen sind“, sagte Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank. „Mehr Aufträge heißt auch mehr Beschäftigung. Mehr Beschäftigung heißt wiederum mehr privater Konsum.“

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    Angesichts der insgesamt sehr kräftigen Erholung der deutschen Wirtschaft haben erste Volkswirte ihre Konjunkturprognose für Deutschland angehoben. So rechnet die Commerzbank nun lediglich noch mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 4,5 Prozent, vor allem wegen des voraussichtlich sehr kräftigen Wachstums im dritten Quartal.

    Die Deutschen kaufen kaum Kleidung und Schuhe

    Ein starkes Indiz dafür sei ein neuer Indikator des Statistischen Bundesamtes, der auf den Umsatzsteuervoranmeldungen der Unternehmen basiert. Demnach lagen die Umsätze der gewerblichen Wirtschaft im Juli bereits 8,1 Prozent über dem Durchschnitt des zweiten Quartals.

    Für das dritte Quartal dürfte das Plus sogar höher ausfallen, erwarten die Commerzbank-Volkswirte. Auch für den Euro-Raum, die USA und China erhöhten die Bank-Ökonomen ihre Prognose, was für die exportabhängige deutsche Industrie ein sehr gutes Signal ist.

    Angesichts der zahlreichen guten gesamtwirtschaftlichen Daten der vergangenen Wochen haben sich auch die Konjunkturerwartungen der Verbraucher verbessert, wie die Details des HDE-Barometers zeigen. Auch die Einkommenserwartungen der Konsumenten legten spürbar zu.

    Die Deutschen haben zuletzt wieder mehr eingekauft – offenbar wollen viele Konsumenten die bis zum Jahresende geltende Mehrwertsteuersenkung noch für größere Anschaffungen nutzen, ganz so, wie von der Regierung beabsichtigt.

    Damit spricht vieles dafür, dass 2020 ein weiteres Rekordjahr für den Einzelhandel wird. In den ersten sieben Monaten des Jahres setzten die Einzelhändler bereits real 2,6 Prozent mehr um als im Vorjahr. Mit einem Plus von 20,4 Prozent ist der Internet- und Versandhandel der große Gewinner. Doch auch der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabak kann auf ein sattes Umsatzplus von 5,7 Prozent blicken.

    Trist waren dagegen die Umsätze mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, die real 27,8 Prozent unter Vorjahresniveau lagen. Die Sorgen um die Innenstädte sind also keineswegs unberechtigt.

    Mehr: Die Corona-Lücke müssen wir mit Wachstum schließen, meint Axel Schrinner.

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