Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Ifo-Beschäftigungsbarometer Dienstleister befeuern den Beschäftigungsboom in Deutschland

Der Arbeitsmarkt boomt, Unternehmen stellen viele Beschäftigte ein. Doch der Fachkräftemangel bereitet immer größere Sorgen.
Kommentieren
Die Suche nach geeignetem Personal gestaltet sich zunehmend schwierig. Quelle: dpa
Montage einer Stromtrasse

Die Suche nach geeignetem Personal gestaltet sich zunehmend schwierig.

(Foto: dpa)

Berlin Am Horizont stehen zwar noch Gewitterwolken – so ist der Handelskrieg mit den USA nur vorläufig abgewendet und Großbritannien bereitet sich offen auf den „Hard Brexit“ vor. Doch auf die Einstellungsbereitschaft der deutschen Unternehmen hat das keinen Einfluss. So ist das Ifo-Beschäftigungsbarometer, das die Münchener Konjunkturforscher exklusiv für das Handelsblatt berechnen, im August auf 105,1 Punkte gestiegen – nach 104,1 Zählern im Vormonat.

„Der Boom auf dem deutschen Arbeitsmarkt geht weiter“, kommentierte Ifo-Forscher Klaus Wohlrabe den jüngsten Anstieg. Für den Indikator werden monatlich rund 9000 Unternehmen über ihre Beschäftigungsabsichten befragt. Als Jobmotor erweist sich aktuell vor allem die Dienstleistungsbranche. Hier ist das Barometer auf den höchsten jemals gemessenen Wert geklettert.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist es weiter vor allem die Metall- und Elektroindustrie, die zusätzliches Personal sucht. Auch die Bauwirtschaft würde gerne zusätzliche Arbeitskräfte einstellen, hat aber zunehmend Schwierigkeiten, sie zu finden.

Für einen anhaltenden Beschäftigungsboom spricht auch das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das auf einer Umfrage unter den Arbeitsagenturen basiert. Es ist gegenüber Juli leicht um 0,1 Punkte auf 103,5 Zähler gesunken. Die Rekordentwicklung des Barometers sei zwar durch die Abkühlung der Konjunktur etwas gedämpft worden, der Aufwärtstrend der Beschäftigung aber robust, kommentierte IAB-Forscher Enzo Weber.

Fachkräfte fehlen

Die Suche nach geeignetem Personal gestaltet sich dabei zunehmend schwierig. Laut IAB-Stellenerhebung berichten mehr als vier von zehn Unternehmen von Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen. Dass der Fachkräftemangel die Wirtschaft umtreibt, zeigt auch das aktuelle Trendbarometer des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (IFAA), das dem Handelsblatt vorliegt.

Das Institut fragt zweimal im Jahr die Bedeutung von Themen der Arbeits- und Betriebsorganisation sowie der Arbeitsforschung ab. Von Januar bis Juni dieses Jahres haben sich 415 Personen aus Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft an der Umfrage beteiligt.

Dabei ist die Fachkräftesicherung in der Rangliste der wichtigsten Themen mittlerweile auf Platz zwei aufgerückt – nach der Prozessorganisation im Betrieb. Diese Einschätzung teilen Unternehmen aller Größenklassen. „Daran erkennt man, dass Fachkräftesicherung kein Problem Einzelner ist, sondern ganz Deutschland betrifft“, schreibt das IFAA, das von den Metallarbeitgebern getragen wird.

Arbeitszeitflexibilisierung, mobile Arbeit und die Digitalisierung gehörten zu den wichtigsten Stellschrauben, um begehrtes Personal zu finden und zu binden.

Startseite

Mehr zu: Ifo-Beschäftigungsbarometer - Dienstleister befeuern den Beschäftigungsboom in Deutschland

0 Kommentare zu "Ifo-Beschäftigungsbarometer: Dienstleister befeuern den Beschäftigungsboom in Deutschland"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote