Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Maschinenbau

Manager beurteilen die Geschäftslage zum Jahresstart schlechter.

(Foto: dpa)

Ifo-Index Deutsche Manager beurteilen Geschäftslage erneut schlechter

Der Ifo-Index fällt stärker als erwartet. Die befragten Führungskräfte erwarten auch im kommenden Jahr eher schlechtere Geschäfte.
Update: 18.12.2018 - 10:41 Uhr Kommentieren

BerlinDie Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft ist zum Jahreswechsel so schlecht wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Das Barometer für das Geschäftsklima sank im Dezember überraschend deutlich um 1,0 auf 101,0 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9.000 Managern mitteilte.

Das ist bereits der vierte Rückgang in Folge. Ökonomen hatten lediglich mit einem Absinken auf 101,8 Zähler gerechnet. „In diesem Jahr fällt die Bescherung für die deutsche Wirtschaft mager aus“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage schlechter, ebenso die Aussichten für die kommenden sechs Monate.

Die Stimmung trübte sich sowohl im Handel als auch bei den Dienstleistern sowie in der Industrie ein, während sie in der Baubranche stabil blieb. Erstmals seit Mai 2016 schätzten die Industriebetriebe die Aussichten negativ ein. „Entsprechend korrigierten die Firmen ihre Produktionspläne nach unten“, sagte Fuest.

Experten machen das schwierige Umfeld dafür verantwortlich. „Wir haben vor uns einen Haufen politischer Risiken, angefangen vom Handelsstreit der USA und China über den Brexit und Italiens Defizit sowie neuerdings Frankreichs Abkehr von den Reformen“, sagte LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert.

„Gleichzeitig finden öffentlichkeitswirksame Abwärtsrevisionen von Konjunkturprognosen statt, und der Brexit-Prozess nimmt immer chaotischere Züge an“, fügte Dekabank-Ökonom Andreas Scheuerle hinzu. „Zudem könnte der Dezember noch durch die Proteste in Frankreich – immerhin Deutschlands zweitwichtigstem Handelspartner – verhagelt worden sein. So richtige vorweihnachtliche Freude will da nicht aufkommen.“

Das Ifo-Institut hat bereits seine Konjunkturprognosen für Deutschland kräftig gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im zu Ende gehenden Jahr um 1,5 Prozent und 2019 sogar nur noch um 1,1 Prozent zulegen. Bislang waren die Forscher von jeweils 1,9 Prozent ausgegangen. Neben dem schwierigen Umfeld für die Exporteure dämpften zuletzt auch die Probleme der Auto-Industrie mit dem neuen Abgasmessstandard. Dadurch schrumpfte die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal erstmals seit dreieinhalb Jahren.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Ifo-Index - Deutsche Manager beurteilen Geschäftslage erneut schlechter

0 Kommentare zu "Ifo-Index: Deutsche Manager beurteilen Geschäftslage erneut schlechter"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote