Ifo-Index Firmen werden bei Suche nach Personal zurückhaltender

Die Einstellungsbereitschaft der Firmen ist leicht zurückgegangen. Mit einem plötzlichen Ende des Jobwunders rechnen die Experten trotzdem nicht.
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Zwei Dachdecker verlegen Biberschwänze (Dachziegel) auf dem Dach eines Hauses in Frankfurt an der Oder. Quelle: dpa
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Zwei Dachdecker verlegen Biberschwänze (Dachziegel) auf dem Dach eines Hauses in Frankfurt an der Oder.

(Foto: dpa)

BerlinEin Ende des Beschäftigungsbooms in Deutschland ist nicht abzusehen – auch wenn die Einstellungsbereitschaft der Firmen leicht sinkt. So ist das Ifo-Beschäftigungsbarometer im März auf 112,4 Punkte gefallen, nach 113,5 Zählern im Februar.

Am deutlichsten fiel der Rückgang im Handel aus. „Hier sind nur noch wenige Unternehmen auf Mitarbeitersuche“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe, der den Indikator exklusiv für das Handelsblatt berechnet. Aber auch in der Industrie werden die Firmen zurückhaltender bei der Suche nach neuem Personal.

Stärkste Beschäftigungstreiber bleiben der Dienstleistungssektor und das Baugewerbe. Für das Barometer befragt das Münchener Ifo-Institut monatlich rund 9500 Firmen über ihre Beschäftigungsabsichten.

Dass das Jobwunder nun abrupt zu einem Ende kommt, ist aber nicht zu erwarten. So ist das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im März mit 105,4 Punkten auf den höchsten Wert seit Beginn der Erhebung 2011 geklettert. „2018 wird aller Voraussicht nach ein Rekordjahr am Arbeitsmarkt“, sagte IAB-Experte Enzo Weber.

Das Barometer basiert auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit (BA) unter allen lokalen Arbeitsagenturen.

Das IAB prognostiziert für 2018 ein Plus bei der Zahl der Erwerbstätigen um 650.000 auf knapp 45 Millionen. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wird demnach auf den Rekordwert von knapp 33 Millionen steigen. Vor allem dank der Zuwanderung steigt zudem das Erwerbspersonenpotenzial auf einen Rekordwert.

Es wächst aber wie schon im Vorjahr voraussichtlich nicht einmal halb so stark wie die Erwerbstätigkeit. „Verfügbare Arbeitskräfte werden also zunehmend knapper“, sagt Weber. Entsprechend ist das Entlassungsrisiko auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken.

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  • IFO-INDEX
    Firmen werden bei Suche nach Personal zurückhaltender
    Die Einstellungsbereitschaft der Firmen ist leicht zurückgegangen. Mit einem plötzlichen Ende des Jobwunders rechnen die Experten trotzdem nicht.

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    JOBWUNDER die es nur in der Propaganda der EU gab !

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