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Ifo und IfW geben Entwarnung Ökonomen: Keine Massenarbeitslosigkeit durch Stellenabbau in der Autoindustrie

Die Autoindustrie hat allein in diesem Jahr angekündigt, rund 50.000 Stellen abzubauen. Die Ökonomen Clemens Fuest und Gabriel Felbermayr sehen aber keinen Grund zur Sorge.
28.11.2019 - 03:12 Uhr 4 Kommentare
Viele Unternehmen streichen Stellen, doch auf dem gesamten Arbeitsmarkt wird es keine großen Umbrüche geben. Quelle: dpa
Abwärtstrend in der Autoindustrie

Viele Unternehmen streichen Stellen, doch auf dem gesamten Arbeitsmarkt wird es keine großen Umbrüche geben.

(Foto: dpa)

Berlin Durch die Einsparungen und den geplanten Stellenabbau in der Autoindustrie sehen führende Ökonomen einem Zeitungsbericht zufolge keine drohende Massenarbeitslosigkeit in Deutschland. Die Lage in der Automobilindustrie sei ernst, ein massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit sei aber derzeit nicht zu erwarten, weil gleichzeitig in anderen Bereichen neue Arbeitsplätze entstünden, vor allem im Dienstleistungssektor, sagte der Präsident des Münchner ifo-Instituts Clemens Fuest den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. Es sei allerdings damit zu rechnen, dass der Arbeitsplatzabbau in der Autobranche noch nicht beendet sei.

Den Stellenabbau in der Autoindustrie sieht der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, dem technischen Strukturwandel sowie brancheninternen Fehlern wie dem Dieselskandal geschuldet. Der Strukturwandel bringe es nach Ansicht von Felbermayr zudem mit sich, dass „in anderen Bereichen neue Arbeitsplätze entstehen“ und auch „die Autokonzerne beispielsweise in der Elektromobilität neue Stellen schaffen“.

„Die Auswirkungen auf den gesamten Arbeitsmarkt in Deutschland dürften – wenn überhaupt – überschaubar sein. Denn der Stellenabbau soll sich offenbar nicht abrupt, sondern über viele Jahre verteilt und ohne Entlassungen vollziehen,“ erklärt Felbermayr.

Allein in diesem Jahr hat die Autoindustrie bislang den Abbau von insgesamt rund 50.000 Arbeitsplätzen in Deutschland angekündigt, berichtet der Direktor des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen, Ferdinand Dudenhöffer. Erst kürzlich gab die Volkswagen-Tochter Audi massive Einsparungen und die Streichung von Tausenden Arbeitsplätzen bekannt.

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    • rtr
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    4 Kommentare zu "Ifo und IfW geben Entwarnung: Ökonomen: Keine Massenarbeitslosigkeit durch Stellenabbau in der Autoindustrie"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wenn der Arbeitsmarkt wieder etwas besser mit Fachkräften bestückt ist, vielleicht haben dann auch Mittelständler mit 50 - 100 - 200 Mitarbeiter mal wieder eine Chance, an Fachkräfte zu kommen.

    • Eine Korrektur noch:
      Auch wenn es hier speziell um die Autoindustrie geht, sind es trotzdem ABM- und keine ABS-Programme. ;-)
      Was die meisten deutschen Ökonomen meiner Ansicht nach auch nicht verstehen: Spitzentechnologie bei Verbrennungsmotoren ist das Alleinstellungsmerkmal der Deutschen Automobilindustrie. Das kann eben bei weitem nicht jeder. E-Motoren kann dagegen fast jeder und vor allem billiger bauen. Was man also weltklasse kann und weltweit begehrt ist, auch wenn es etwas teurer ist, wird mutwilig geschädigt. Ökonomen, die einen solchen Irsinn nicht auf das Schärfste kritisieren, kann man einfach nicht mehr ernst nehmen.

    • Ab wie vielen Arbeitslosen fängt bei den Herren Fuest und Felbermayer denn die Massenarbeitslosigkeit an?
      Erst wenn der Stellenabbau auch ihre eigenen Posten betrifft.
      Eine Schande ist es, wenn solche Ökonomen die Angst ins Lächerliche ziehen.
      Als Beamter große Töne spucken und auf d. Arbeitnehmer arrogant hinunter schauen.
      @ Herr Metz,
      Sie haben absolut Recht. Alles geschönte Zahlen.

    • Die meisten Ökonomen sind heute nicht "unabhängig", sondern beziehen ihr Einkommen direkt oder indirekt vom Staat - und so heißt es bei ihnen auch: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!"
      Und deshalb sind die weltweit am meisten (nach unten) manipulierten volkswirtschaftlichen Kennzahlen auch die Arbeitslosenquote und die Inflationsrate.
      "Altenative" Werte, die sich teilweise extrem von den "offiziellen" unterscheiden, kann man sich für die USA in den "Shadow Government Statistics" von John Willliams ansehen.
      Am meisten wird selbstverständlich "beschönigt", wenn die Wirtschaft in den Keller geht. Das konnte man schon in der Großen Depression erleben:
      "... der New Deal [des sozialistischsten aller US-Präsidenten Roosevelt ("FDR"); der Kommentator] hat die Depression nicht beendet, sondern nur um fast zehn Jahre verlängert. Trotz (besser wegen) der permanenten, vom Gewerkschaftsdruck induzierten Lohnerhöhungen blieb die Arbeitslosenquote unverändert hoch. Die offiziellen Zahlen zeigen zwar sinkende Werte, aber die wahren Ziffern - inklusive der künstlich in Arbeitsbeschaffungsprogrammen Beschäftigten (die in Wahrheit von den "echten" Beschäftigten" unterhalten werden mußten) - schwankten in den Jahren von 1933 bis 1939 fast beständig um 12 Millionen." (Roland Baader: Geld, Gold und Gottspieler, Gräfelfing 2004, S. 302f.)
      Solche ABS-Programme sind selbstverständlich auch heute noch eine beliebte Methode zur künstlichen Senkung der "offiziellen" Arbeitslosenquote.

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