Keine Inflation mehr Preise in der Euro-Zone fallen um 0,04993 Prozent

Das kaufmännische Runden macht es möglich: Die Lebenshaltungskosten in der Euro-Zone stagnierten im März. Im Vormonat waren die Preise noch deutlicher gefallen. Innerhalb der Euro-Zone ist die Spreizung jedoch groß.
Deutschlandweit stagniert die Inflation. Quelle: dpa
Preisschild im Supermarkt

Deutschlandweit stagniert die Inflation.

(Foto: dpa)

BerlinIn Rumänien sind die Preise im März um 2,4 Prozent gefallen, in Belgien um 1,6 Prozent gestiegen gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Durchschnitt der Euro-Zone liegt die Inflation gerundet bei 0,0 Prozent (exakt: minus 0,04993 Prozent) und damit etwas höher wie nach einer ersten Schätzung des Europäischen Statistikamts (+0,1 Prozent).

Auch die Daten für Februar korrigierte die Behörde nachträglich leicht. Die Preise seien im zweiten Monat des Jahres um 0,1 Prozent gefallen (nicht um 0,2 Prozent).

Trotz der leichten Aufwärtsrevision sind dies keine wirklich guten Nachrichten für die Europäische Zentralbank (EZB), die nächste Woche zu ihrer nächsten Zinssitzung zusammenkommt: Denn die Währungshüter sind noch immer weit entfernt von der Zielmarke einer Teuerung von knapp zwei Prozent, die sie als optimal für die Konjunktur ansehen.

Was seit 2010 teurer wurde – und was billiger
Verbraucherpreisindex
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Obst, Haushaltsgeräte, Urlaubsreisen: Jeden Monat ermittelt das Statistische Bundesamt über 300.000 Einzelpreise für insgesamt 600 Produktgruppen in ganz Deutschland. Sie sollen den gesamten Verbrauch eines privaten Haushalts repräsentieren. Daraus errechnet das Bundesamt den Verbraucherpreisindex: Er misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die von Privatpersonen für Konsumzwecke gekauft werden. Was wurde seit 2010 teurer – und was billiger?

Teurer: Obst
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Mit einer Preissteigerung von 25,3 Prozent in den vergangenen sechs Jahren gehört Obst zu den Zugpferden des Index’. Denn insgesamt stiegen die Preise für alle Produktgruppen zusammengenommen lediglich um sieben Prozent.

Teurer: Bekleidung
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Auch Textilien wurden seit 2010 deutlich teurer, wenn auch in geringerem Maße als Obst. Insgesamt stiegen die Preise für Bekleidung in den vergangenen sechs Jahren um 23 Prozent.

Teurer: Strom
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Es betrifft jeden – und staunen lässt es auch niemanden mehr: Die Strompreise haben seit 2010 kräftig angezogen. Im Dezember 2015 mussten Verbraucher rund 24,6 Prozent mehr für die gleiche Menge Strom bezahlen als noch sechs Jahre zuvor.

Teurer: Personen-Schiffsverkehr
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Mit dem Kreuzfahrt in die Südsee: 2010 war das deutlich günstiger als heutzutage. Mit einer Preissteigerung von satten 40,1 Prozent haben sich die Kosten für den Personen-Schiffsverkehr so drastisch erhöht wie in keiner anderen Produktgruppe.

Teurer: Pauschalreisen
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Wer auf das Kreuzfahrtschiff verzichtet, kommt deshalb trotzdem nicht unbedingt günstiger in die Ferien: Auch Pauschalreisen haben sich seit 2010 um 21,3 Prozent verteuert.

Teurer: Zeitungen
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Sinkende Auflage, steigender Preis: Auch Zeitungen und Zeitschriften werden immer teurer. Im Vergleich zu 2010 müssen Verbraucher heute 26,4 Prozent mehr für gedruckte Medienprodukte bezahlen.

Insbesondere der Preisverfall beim Öl drückt auf die Inflationsrate: Energie verbilligte sich im März um 8,7 Prozent zum Vorjahr. Dienstleistungen verteuerten sich hingegen um 1,4 Prozent.

Am stärksten stiegen die Preise innerhalb der Euro-Zone bei Pauschalreisen (plus 5,7 Prozent zum Vorjahr), vor allem wegen des frühen Osterfests in diesem Jahr. Besonders stark fielen die Preise für „flüssige Brennstoffe“, also vor allem Heizöl (minus 26,5 Prozent). Autokraftstoffe verbilligten sich europaweit um 12,7 Prozent.

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