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Konjunktur Auftragseinbruch für die deutsche Industrie

Deutlicher Rückgang der Aufträge statt des erwarteten Wachstums: In der deutschen Industrie kühlt sich die Konjunktur zu Jahresbeginn merklich ab.
Update: 08.03.2019 - 11:27 Uhr Kommentieren
Ein Werk der Salzgitter AG in Niedersachsen. Quelle: dpa
Weniger Aufträge für deutsche Fabriken

Ein Werk der Salzgitter AG in Niedersachsen.

(Foto: dpa)

BerlinDie deutsche Industrie hat überraschend zu Jahresbeginn einen Auftragseinbruch erlitten und damit Konjunktursorgen genährt. Das Neugeschäft schrumpfte im Januar um 2,6 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang zum Vormonat seit Juni.

Insbesondere die erfolgsverwöhnten Maschinenbauer mussten kräftig Federn lassen: Ihr Auftragseingang verringerte sich um neun Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte. Laut Bundeswirtschaftsministerium zeichnet sich „eine weiter anhaltende konjunkturelle Abkühlung in der Industrie“ ab.

„Ein Ende der Schwächephase der deutschen Industrie ist nicht in Sicht“, konstatierte Commerzbank-Experte Ralph Solveen. Die Aufträge aus dem Inland gingen um 1,2 Prozent zurück, die Bestellungen aus dem Ausland verringerten sich um 3,6 Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Euro-Zone um 2,6 Prozent ab.

Die Bestellungen aus dem restlichen Ausland verringerten sich um 4,2 Prozent. Einen Lichtblick boten jedoch die Auftragszahlen für Dezember, die revidiert um 0,9 Prozent zulegten. Dies wurde mit nachgemeldeten Großaufträgen begründet. Zunächst war von einem Minus von 1,6 Prozent die Rede gewesen.

„Auch wenn die Aufträge für den Dezember deutlich nach oben revidiert wurden, bleiben die heutigen Zahlen alles in allem eine leichte Enttäuschung“, so Ökonom Stefan Kipar von der BayernLB. Damit seien die Vorgaben für die am Montag anstehenden Produktionsdaten auch nicht besonders gut.

Hierfür erwarten von Reuters befragte Experten ein Plus von 0,4 Prozent. Kipar geht davon aus, dass die aktuelle Schwäche auf eine Nachfrageschwäche aus dem Ausland zurückgeht: „Wenn man Richtung China blickt, dürfte sich diese in der ersten Jahreshälfte abmildern.“ Allerdings gingen in der Volksrepublik die Importe im Februar zurück, wenn auch nicht so stark wie die Exporte. Die schwachen Zahlen lösten Sorgen vor einer anhaltenden Abkühlung der Weltkonjunktur aus.

Auch für Deutschland trübt sich der Wirtschaftsausblick zusehends ein: Die Industriestaaten-Organisation OECD traut der größten Volkswirtschaft Europas nur noch ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 0,7 Prozent für das laufende Jahr zu. Bislang war die OECD von 1,6 Prozent ausgegangen. Als Grund für die Schwäche gilt die abkühlende Weltkonjunktur, unter der die Exportnation Deutschland besonders leidet.

Mehr: Auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier sorgt sich um die deutsche Wirtschaft und hat einen Reformplan vorgelegt.

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  • rtr
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