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Konjunktur Chinas Außenhandel schrumpft trotz Zollstreits weniger als erwartet

Den dritten Monat in Folge sinken die chinesischen Exporte. Allerdings hatten Experten mit stärkeren Rückgängen gerechnet – sowohl bei Im- und Exporten.
Update: 08.11.2019 - 11:04 Uhr Kommentieren
Chinas Ausfuhren in die USA brachen im Oktober um 16,2 Prozent ein. Quelle: dpa
Hafen in der chinesischen Provinz Shandong

Chinas Ausfuhren in die USA brachen im Oktober um 16,2 Prozent ein.

(Foto: dpa)

Peking Trotz des Zollstreits mit den USA ist Chinas Außenhandel im Oktober weniger stark geschrumpft als erwartet. Die Exporte sanken um 0,9 Prozent verglichen mit dem Vorjahr, wie aus öffentlichen Daten vom Freitag hervorgeht. Das ist der dritte Rückgang in Folge. Von Reuters befragte Experten hatten ein deutlich stärkeres Minus von 3,9 Prozent vorhergesagt. Die Einfuhren sanken den sechsten Monat in Folge. Mit 6,4 Prozent war aber auch hier das Minus geringer als befürchtet. Der Außenhandelsüberschuss stieg um fast drei Milliarden Dollar auf 42,81 Milliarden Dollar.

US-Präsident Donald Trump ist der Überschuss ein Dorn im Auge. Er kritisierte mehrfach, sein Land werde von wichtigen Handelspartnern wie China über den Tisch gezogen. Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sanken die chinesischen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten im Oktober nur noch um 16,2 Prozent nach einem Einbruch von 21,9 Prozent im September. Laut Ökonomin Betty Wang vom Finanzhaus ANZ gibt es Hinweise, dass insbesondere Hochtechnologiefirmen der Volksrepublik vor dem Hintergrund einer von den USA erstellten Schwarzen Liste ihre Exporte forcierten.

Unternehmen auf dieser Liste ist es untersagt, Produkte oder Komponenten ohne Zustimmung der US-Regierung an amerikanische Firmen zu verkaufen. Im August hatte das US-Handelsministerium auch Huawei Technologies auf die Liste gesetzt. Dies schadete neben Huawai auch vielen US-Zulieferern, deren Absatz vom weltweit größten Telekommunikationsunternehmen abhängig ist.

Analysten machen neben höheren US-Zöllen auch die geringere weltweite Nachfrage für den Exportrückgang Chinas verantwortlich. In dem seit 16 Monaten währenden Zollstreit gibt es nun unterschiedliche Signale. Die anvisierte Übereinkunft im Handelsstreit zwischen den USA und China stößt nach Reuters-Informationen im Weißen Haus auf teils heftigen internen Widerstand.

Auch externe Berater seien gegen eine schrittweise Rücknahme von Sonderzöllen, sagten mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen. Man sei sich innerhalb der Regierung uneinig, ob ein solcher Schritt die Verhandlungsposition der USA schwäche. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete unterdessen, dass das chinesische Landwirtschaftsministerium erwäge, Beschränkungen für US-Geflügelimporte zurückzunehmen.

Ökonom Martin Rasmussen vom Analysehaus Capital Economics erwartet, dass die chinesische Exportentwicklung auch im Falle einer Annäherung der beiden Wirtschaftsmächte im Handelsstreit „in den kommenden Monaten schwach bleiben“ wird.

Mehr: Trotz Annäherung im Handelsstreit: Im Fall Huawei bleiben die USA hart.

  • rtr
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