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Konjunktur Chinas Exporte: Handelsüberschuss im Mai größer als erwartet

Chinas Exporte sind trotz der US-Sonderzölle im Mai gestiegen. Die Ausfuhren legten entgegen Experten-Schätzungen im Mai binnen Jahresfrist um 1,1 Prozent zu.
Update: 10.06.2019 - 14:09 Uhr Kommentieren
Chinas Exporte haben sich im Mai unerwartet wieder erholt. Quelle: dpa
Containerschiff

Chinas Exporte haben sich im Mai unerwartet wieder erholt.

(Foto: dpa)

PekingChinas Exporte haben sich im Mai unerwartet wieder erholt. Zugleich gingen die Importe unvorhergesehen stark zurück. Vor dem Hintergrund des seit einem Jahr anhaltenden Handelskrieges mit den USA stieg Chinas Handelsüberschuss damit überraschend stark auf 41,6 Milliarden US-Dollar, wie die Zollverwaltung am Montag in Peking mitteilte.

Die Exporte legten in US-Dollar berechnet leicht um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, obwohl Experten wie im Vormonat wieder einen deutlichen Rückgang erwartet hatten. Die Importe wiederum fielen um 8,5 Prozent, etwa doppelt so stark wie vorhergesagt.

Der Zuwachs der Ausfuhren könnte damit erklärt werden, das Exporteure angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit weiteren Strafzölle die Verschiffung vorgezogen haben. Die Einfuhren gingen vor dem Hintergrund des langsameren Wachstums in China und der Unsicherheiten durch die Handelsspannungen zurück. Viele Importe werden in China auch nur für den Export weiterverarbeitet.

In dem Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften fielen die chinesischen Ausfuhren in die USA um 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Importe von US-Waren gingen sogar um 29,6 Prozent zurück. Da China deutlich mehr in die USA ausführt als von dort importiert, ergab sich ein Handelsüberschuss von 48,46 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Rückgang um 14,5 Prozent.

Die Sojabohnen-Importe, die als eine Waffe Chinas im Handelskrieg gelten, gingen im Mai um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück - so viel wie seit Jahresanfang noch nicht. Auch verringerte China die Ausfuhr von Seltenen Erden. Regierungsvertreter und Staatsmedien hatten schon angedeutet, eine Kontrolle der High-Tech-Metalle, die zu 80 bis 90 Prozent in China gefördert werden, als „Rohstoffkeule“ im Handelsstreit einsetzen zu können.

China ist der weltgrößte Produzent. Die 17 Metalle, zu denen Neodym, Lanthan und Cer gehören, werden besonders in der High-Tech-Industrie benutzt - etwa für Smartphones, Computer, Bildschirme und andere Elektrogeräte oder Windkraftanlagen und Autos. Die USA beziehen 80 Prozent ihres Bedarfs aus China. Eine Verringerung der chinesischen Exporte könnten weltweit zu einem Anstieg der Preise führen.

Das langsamere Wachstums in China und die Verunsicherung der Investoren gilt als ein Grund, warum die Einfuhren im Mai zurückgingen. Viele Importe werden auch nur für den Export weiterverarbeitet. Der Rückgang wurde aber auch mit niedrigeren Rohstoffpreisen erklärt. Allerdings fielen auch die Importe von mechanischen und elektrischen Gütern, die 40 Prozent der chinesischen Gesamteinfuhren ausmachen, im Mai um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Es war der siebte monatliche Rückgang in Folge.

Mehr: Die USA und China liegen seit Jahren im Handelsstreit. Zumindest mit Mexiko hat sich der US-Präsident aber jetzt geeinigt und will auf Strafzölle verzichten.

  • dpa
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