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Konjunktur Chinas Exporte schrumpfen im August deutlich

Chinas Außenhandel hat in den vergangenen Wochen noch stärker gelitten als befürchtet. Experten stellen sich auf weitere Belastungen ein.
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Der Handelskonflikt zwischen China und den USA schwelt weiter. Quelle: dpa
Hafen von Schanghai

Der Handelskonflikt zwischen China und den USA schwelt weiter.

(Foto: dpa)

Peking Chinas Wirtschaft spürt immer stärker die Auswirkungen des Handelsstreits mit den USA. Die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt schrumpften im vergangenen Monat überraschend um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie Daten der Pekinger Zollbehörde am Sonntag zeigten. Analysten hatten hingegen mit einem Exportwachstum von rund 2 Prozent gerechnet. Die Importe fielen im August um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit genauso stark wie im Juli. Hier hatten Analysten sogar noch einen stärkeren Rückgang von 6,0 Prozent erwartet.

Die schwachen Exporte kommen zu einer Zeit, in der sich das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ohnehin verlangsamt hat. Für Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping könnte das zum Problem werden. Erst am Dienstag hatte er in einer öffentlichen Rede seine Kommunistische Partei (KP) dazu angehalten, sich auf einen „lang anhaltenden“ Kampf gegen verschiedene Bedrohungen einzustellen. Die schlechten Zahlen trüben auch die für die KP wichtigen Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen der Volksrepublik am 1. Oktober.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hatte im zweiten Quartal dieses Jahres laut dem chinesischen Statistikamt nur um 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Das entspricht dem langsamsten Wachstum seit mindestens 27 Jahren. Beobachter vermuten, dass Peking angesichts der Herausforderungen die Wirtschaft noch stärker unterstützen könnte, um eine stärkere Abkühlung zu verhindern.

Auch bei der Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Peking am Freitag und Samstag war der Handelsstreit zwischen den USA und China großes Thema. US-Präsident Donald Trump stört sich vor allem an dem großen Handelsüberschuss von China. Tatsächlich gingen im August vor allem die chinesischen Ausfuhren in die USA zurück, sie sanken um 16 Prozent auf noch 37,3 Milliarden Dollar. Chinas Handelsüberschuss mit den Vereinigten Staaten lag im August bei 26,95 Milliarden Dollar nach 27,97 Milliarden Dollar im Juli. In den ersten acht Monaten 2019 beträgt der Überschuss damit noch 195,45 Milliarden Dollar.

1. September waren auf beiden Seiten neue Zölle in Kraft getreten. Weitere Erhöhungen von den USA sind für Oktober geplant, im Dezember wollen beide die Zölle noch weiter anheben, sollten in den anstehenden Verhandlungen keine Fortschritte erzielt werden. Analysten erwarten nicht, dass es zu einem baldigen Ende des Handelsstreits kommt. „Wir rechnen weiterhin damit, dass es 2019 und selbst 2020 keinen Deal geben wird und wir sehen das Risiko einer weiteren Eskalation des Handelskriegs“, schrieb Wang Tao, Chefökonomin der UBS-Bank für China.

Mehr: Die China-Reise von Kanzlerin Angela Merkel wird von internationalen Konflikten überschattet. Eine wirtschaftspolitische Bilanz des Besuchs.

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