Konjunktur Deutsche Exporte in die USA brechen im Mai ein

Die deutschen Exporte sind im Mai im Vergleich zum Vormonat deutlich gestiegen – obwohl es erste Auswirkungen im Handelsstreit mit den USA gibt.
Update: 09.07.2018 - 11:57 Uhr 1 Kommentar
Im Mai legen die deutschen Exporte im Vergleich zum April um 1,8 Prozent zu. Quelle: dpa
Von Deutschland in die Welt

Im Mai legen die deutschen Exporte im Vergleich zum April um 1,8 Prozent zu.

(Foto: dpa)

BerlinDie deutschen Exporteure haben im Mai bessere Geschäfte gemacht als erwartet. Deutsche Unternehmen lieferten im Vergleich zum Vormonat 1,8 Prozent mehr ins Ausland, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte – obwohl die Exporte in die USA deutlich zurückgingen.

Die Ausfuhren dorthin brachen angesichts des protektionistischen Kurses von US-Präsident Donald Trump um mehr als zehn Prozent ein. „Die Verunsicherung durch die Einführung von Importzöllen seitens der USA und die Gegenmaßnahmen der EU und Chinas machen sich direkt bei den Unternehmen bemerkbar“, sagte Außenwirtschaftsexperte Kevin Heidenreich vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

Insgesamt fielen die Daten allerdings besser aus als erwartet. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von 0,3 Prozent im April. „Das ist eine Beleg dafür, dass sich die deutsche Konjunktur nicht so schlecht entwickelt wie von einigen befürchtet", sagte Andreas Rees von der Großbank Unicredit und sprach von der „Rückkehr zu normalen Verhältnissen“.

Der Zuwachs ist vor allem auf das starke Geschäft innerhalb der EU zurückzuführen. Gegenüber Mai 2017 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 2,4 Prozent.

Besonders stark fiel das Plus bei EU-Ländern aus, die nicht der Eurozone angehören. Dorthin wurden im Mai 2018 Waren im Wert von 24,9 Milliarden Euro (plus 6,5 Prozent) exportiert. Insgesamt fiel die Exportbilanz im Vergleich zum Vorjahresmonat allerdings etwas schlechter aus. Hier gab es einen Rückgang um 1,3 Prozent auf 109,1 Milliarden Euro.

Die Exporte in den Rest der Welt sanken um 6,4 Prozent. Besonders stark gingen dabei die Exporte in die USA zurück. Wurden im Mai 2017 noch waren im Wert von knapp 9,5 Milliarden gewesen, waren es in diesem Jahr nur noch 8,5 Milliarden – ein Minus von gut zehn Prozent.

Nach den ersten fünf Monaten steht insgesamt ein Exportplus von 3,2 Prozent zu Buche. Bei den Importen sind es plus 3,8 Prozent, allein im Mai gab es bei den Einfuhren zum Vormonat ein Plus von 0,7 Prozent.

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1 Kommentar zu "Konjunktur: Deutsche Exporte in die USA brechen im Mai ein"

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  • "Die deutschen Exporte brechen ein" - "die deutschen Exporte sind deutlich gestiegen"
    Wie verbleiben wir denn?!!!

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