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Konjunktur Deutsche Wirtschaft erholt sich im August langsamer

Die Konjunktur verliert in der Bundesrepublik, aber auch in der Euro-Zone wieder an Schwung: Der Einkaufsmanagerindex ist zuletzt gesunken.
21.08.2020 Update: 21.08.2020 - 10:36 Uhr Kommentieren
Im Gegensatz zum Barometer für Dienstleister stieg jenes für die Industrie. Quelle: dpa
Metallindustrie

Im Gegensatz zum Barometer für Dienstleister stieg jenes für die Industrie.

(Foto: dpa)

Berlin Die Erholung der deutschen Wirtschaft von der Corona-Rezession hat im August überraschend stark an Kraft verloren. Der Einkaufsmanagerindex, der die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern zusammenfasst, fiel um 1,6 auf 53,7 Punkte. Dies teilte das Markit-Institut am Freitag unter Berufung auf seine Umfrage unter Hunderten Unternehmen mit.

Damit hielt sich das Barometer zwar den zweiten Monat in Folge über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Von Reuters befragte Ökonomen hatten allerdings mit einem deutlich besseren Wert von 55,0 Zählern gerechnet.

„Die Erholung hat etwas an Schwung verloren“, sagte Markit-Ökonom Phil Smith. „Die Verlangsamung konzentrierte sich auf den Dienstleistungssektor, wo das Wachstum angesichts erneuter Reisebeschränkungen und eines anhaltenden Rückgangs der Gesamtbeschäftigung, der die Inlandsnachfrage weiterhin untergräbt, nahezu zum Stillstand kam.“

Das Barometer für die Dienstleister fiel 4,8 auf 50,8 Punkte, während das für die Industrie um zwei auf 53,0 Punkte zulegte und den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren erreichte. „Die Industrie schnitt relativ positiv ab, zumindest was die Trends bei Produktion und Auftragseingang betrifft“, sagte Smith. „Der weitere Personalabbau in den Fabriken erinnert jedoch daran, dass es noch Nachholbedarf gibt und die Unternehmen weiter unter Druck stehen, ihre Kosten zu senken.“

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    Die deutsche Wirtschaft war im zweiten Quartal mit 10,1 Prozent so stark geschrumpft wie noch nie, da die Corona-Beschränkungen zur Schließung von Geschäften und Fabriken führte. Für das laufende Sommerquartal rechnen Experten mit einem deutlichen Wachstum.

    Langsamere Erholung auch im Euro-Raum

    Auch die Belebung der Wirtschaft in der Euro-Zone verliert überraschend an Fahrt. Der Einkaufsmanagerindex sank im August zum Vormonat um 3,3 auf 51,6 Punkte. Dies teilte das Markit-Institut am Freitag unter Berufung auf seine Umfrage unter Tausenden Unternehmen mit.

    Damit liegt das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer zwar noch über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Von Reuters befragte Ökonomen hatten allerdings erwartet, dass das Barometer auf dem Juli-Wert verharrt.

    „Der Eurozone-Aufschwung hat im August an Dynamik verloren, was zeigt, dass der Corona-Pandemie doch eine ausgeprägte Nachfrageschwäche anhaftet“, sagte Markit-Volkswirt Andrew Harker.

    Geschadet hätten dem Aufschwung auch die wieder steigenden Infektionszahlen in vielen Eurozone-Ländern – „wobei vor allem der Servicesektor unter den neuerlichen Restriktionen litt“. Das Barometer für die Dienstleister fiel kräftig um 4,6 auf 50,1 Punkte, während der Index für die Industrie nur minimal um 0,1 auf 51,7 Zähler sank.

    „Die Eurozone steht am Scheideweg“, betonte Harker. Entweder beschleunige sich das Wachstum nach der anfänglichen Belebung bald wieder oder es gerate weiter ins Stocken. Dies hänge letztlich vor allem davon ab, „wie erfolgreich die Corona-Pandemie bekämpft werden kann und ob die Unternehmen und deren Kunden wieder die Zuversicht gewinnen“.

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    • rtr
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