Konjunktur Deutsche Wirtschaft verliert im Mai merklich an Schwung

Ökonomen hatten mit einem Wachstum gerechnet, stattdessen: ein Abschwung. Schuld daran sind auch die vielen Feiertage im Mai.
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Weniger Aufträge verlangsamen das deutsche Wirtschaftswachstum. Quelle: dpa
Bauarbeiter

Weniger Aufträge verlangsamen das deutsche Wirtschaftswachstum.

(Foto: dpa)

BerlinDie deutsche Wirtschaft hat im Mai überraschend an Schwung verloren. Der Markit-Einkaufsmanagerindex - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel um 1,5 auf 53,1 Punkte. Das ist der schlechteste Wert seit mehr als anderthalb Jahren, wie das Institut IHS Markit am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 800 Firmen mitteilte. Ökonomen hatten mit einem leichten Anstieg auf 54,7 Zähler gerechnet. Das Barometer hielt sich aber über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

„Wie die Umfrageteilnehmer berichteten, machten die Arbeitnehmer im Mai ausgiebig von der Möglichkeit Gebrauch, die öffentlichen Feiertage mit Brückentagen für Urlaube und verlängerte Wochenenden zu nutzen“, erklärte Markit-Ökonom Phil Smith das schwächere Abschneiden. „Doch auch das verlangsamte Auftragswachstum und die schwindende Zuversicht deuten darauf hin, dass die Konjunktur momentan mit deutlich verringerter Dynamik als Ende 2017 wächst.“

Zur Unzeit komme dabei der Kostenauftrieb, ausgelöst durch steigende Ölpreise. „Denn die Gewinnmargen stehen wegen der nachlassenden Nachfrage ohnehin unter Druck“, sagte Smith. „Und jetzt bewegen sich die Verkaufspreise auch noch entgegen den steigenden Einkaufspreisen.“

Die Industrie allein verlor im Mai an Fahrt. Hier gab das Barometer um 1,3 auf 56,8 Punkte nach, was der niedrigste Wert seit 15 Monaten ist. Das der Dienstleister fiel um 0,9 auf 52,1 Zähler.

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