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Konjunktur Deutscher Aufschwung verliert an Tempo

Die deutsche Wirtschaft hat im Juni an Schwung verloren. Die Stimmung der privatwirtschaftlichen Einkaufsmanager fiel deutlicher als erwartet. Die Wachstumserwartungen bleiben dennoch positiv.
Update: 23.06.2017 - 11:08 Uhr Kommentieren
Der Einkaufsmanagerindex fiel stärker als erwartet. Quelle: dpa
Konjunkturaussichten

Der Einkaufsmanagerindex fiel stärker als erwartet.

(Foto: dpa)

BerlinDer Aufschwung in der Euro-Zone hat im Juni einen Dämpfer erlitten. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel um 0,9 auf 55,7 Punkte. Das ist der schlechteste Wert seit fünf Monaten, wie das Institut IHS Markit am Freitag zu seiner Umfrage unter 5000 Unternehmen mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen leichten Rückgang auf 56,6 Zähler erwartet. Ab 50 signalisiert das Barometer ein Wachstum.

„Insgesamt fällt das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2017 so gut aus wie seit über sechs Jahren nicht mehr“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte von April bis Juni mit 0,7 Prozent etwas schneller gewachsen sein als zu Jahresbeginn.

Getragen wird die Erholung derzeit von der Industrie. Hier kletterte das Barometer im Juni auf den höchsten Stand seit mehr als sechs Jahren. Die Industriebetriebe verbuchten den stärksten Auftragszuwachs seit Februar 2011 - „nicht zuletzt dank der kräftigen Nachfrage in wichtigen Auslandsmärkten und der jüngsten Euro-Schwäche“, erklärte Markit. Die Exportaufträge fielen deshalb so gut aus wie selten in den vergangenen sechs Jahren. Das Barometer für die Dienstleister sank hingegen unerwartet deutlich.

„Der EZB dürfte dies sehr ungelegen kommen“, sagte Commerzbank-Ökonom Christoph Weil mit Blick auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). „Denn ein schwächeres Wachstum könnte ihren Glauben erschüttern, dass die Inflation über kurz oder lang steigen wird.“ Die EZB hat ihren Leitzins auf null gedrückt und pumpt monatlich Milliarden in die Wirtschaft. Die Notenbank wagte jüngst lediglich einen Mini-Schritt in Richtung Kurswende: Sie strich die Option auf noch tiefere Zinsen aus ihren Standardformulierungen und bewertete die Konjunktur etwas optimistischer.

Wo Verbraucher aktuell sparen können
Platz 11: Butter
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Die Verbraucherpreise im Mai 2017 haben im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,5 Prozent angezogen. Die Preise für Butter stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 44,6 Prozent. Noch im Frühjahr kostete beispielsweise Butter 75 Cent, dann kam im Juni 2017 ein kräftiger Sprung: Der Butterpreis erreichte ein Rekordhoch.

Quelle: Statistisches Bundesamt

(Foto: dpa)
Platz 10: Heizöl
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Großer Preistreiber war einmal mehr der Energiesektor. Leichtes Heizöl ist im Mai 2017 11,7 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Allerdings gilt die Entwicklung so nicht überall: Der Preis für Strom stieg nur um 1,2 Prozent.

(Foto: dpa)
Platz 9: Schmuck und Uhren
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Luxusartikel wie Schmuck und Uhren sind im Vergleich zum Mai 2016 etwas teurer geworden. Hier stieg das Preisniveau um 4,9 Prozent.

(Foto: dpa)
Platz 8: Tabakwaren
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Mit der Einfuhr der Schockbilder ist der Absatz der Tabakwaren im vergangenen Jahr etwas gesunken. Das Preisniveau von Mai 2016 bis Mai 2017 hingegen legte um 3,3 Prozent zu.

(Foto: dpa)
Platz 7: Pharmazeutische Erzeugnisse
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Pillen, Tabletten, Tropfen: Im Vorjahr waren pharmazeutische Produkte noch ein gutes Stück günstiger. Bis zum Mai 2017 stieg der Preis um drei Prozent.

(Foto: dpa)
Platz 6: Fisch und Fischwaren
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Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise für Fischwaren um 1,4 Prozent.

(Foto: dpa)
Platz 5: Pauschalreisen
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Pauschalreisen sind im Vergleich zum vergangenen Jahr günstiger geworden. Das Preisniveau sank im Mai 2017 um 2,4 Prozent.

(Foto: dpa)

Der Aufschwung in der Euro-Zone sei inzwischen breit angelegt, sagte Williamson. Er beschränke sich nicht mehr nur auf Deutschland, sondern habe auch Frankreich und die übrigen Länder erfasst, auch wenn es im laufenden Monat überall zu einer leichten Abkühlung gekommen seit. „Die Niveaus sind hoch und die Wachstumsaussichten günstig“, sagte Helaba-Experte Ulrich Wortberg. Der deutsche Markit-Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft fiel um 1,3 auf 56,1 Punkte. „Er signalisiert für Deutschland jedoch noch immer kräftiges Wirtschaftswachstum“, sagte Markit-Ökonom Trevor Balchin.

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